DB: kein Platz mehr für abgestellte Loks? (m4B) (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 24.08.2016, 16:26 (vor 3521 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

ich fand heute Rail Magazine 337 im Briefkasten.
Ein interessantes Thema: DB hat eine ganze Menge ausgediente Lokomotiven, vor allem der Baureihen 111, 139/140 und 143. Wenn es so weiter geht, droht ein Mangel an Abstellplätze.

Im Artikel wird gesagt dass die Zunahme der z-Stellungen eine Folge sei von an Privatbahnen verlorenen regionalen Elektronetz-Ausschreibungen.
Selber habe ich die Umstellung des "DrogenExpress" Venlo-Hamm frisch in Erinnerung. Aus 111 + 4-5 n-Wagen wurden Stadler FLIRT der eurobahn. Ob damit die Bahn auch besser wurde, darf jeder für sich urteilen, ist aber nicht das Hauptthema in diesem Beitrag.
Und National Express übernimmt die S-Bahn von Nürnberg, die ich doch vor allem als x-Wagen-Hochburg kenne.

Ja, es stimmt dass die Privatbahnen fast ausnahmslos mit Elektrotriebwagen fahren, während die zuvor von DB Regio eingesetzten 111 und 143 vor allem mit n-Wagen unterwegs waren; einige auch als S-Bahn mit x-Wagen.
Dagegen spricht allerdings dass auch DB Regio in Elektrotriebwagen investiert hat, vor allem Talent 2 und Coradia Continental. Und die fahren auch dort wo einst n-Wagen Garnituren verkehrten, wie z.B. die Werdenfelsmagistrale München - Garmisch-Partenkirchen. So betrachtet ist es also ziemlich gewagt, den Überschuss an Loks nur den Privaten zu verschulden.

Für die Regio-Dostos werden immer öfter die 146er verwendet, weil sie 160 km/h schaffen. Für die 111er und 143er ist da immer weniger Platz. Als Bahnfan soll man froh sein, dass die Höllentalbahn/Dreiseenbahn noch nicht an Privaten vergeben wurde.

Inzwischen haben mehr und mehr 143er ihren Weg zu DB Cargo gefunden, wo sie 139er/140er ablösen.
Aber der Einsatz dieser Maschinen ist eingeschränkt; sie sind nicht besonders leistungsstark und zudem sind sie Einsystem.

Bei uns hat NS sich schon weitgehend von Loks und Wagen getrennt. Ganz ohne kann das Unternehmen noch nicht; als Surrogat für noch abzuliefern CAF und Stadler-Triebwagen verkehren noch nicht-redesignte DDM-1 und DD-AR Garnituren. Die eingesetzen Loks und Wagen sind allerdings schon mehr als 20 Jahre alt. Die NS1600 finden allerdings neue Aufgaben bei privaten Cargounternehmen, die sie für Inlandsdienstleistungen benötigen. Irgendwie krass, denn unser Land ist kleiner als Deutschland.

Also müsste die Hauptursache die kleinere Leistung der 111/139/140/143 sein. Denn eine NS1600 bietet 4103 kW, die NS1700 sogar 4540 kW, und das bei 1500 V DC. Maschinen im Leistungsbereich 2-3 MW hatten wir auch: die Reihen NS1100/1200/1300. Die sind aber schon bei Einführung der NS1700 (Anfang 1990er) weitgehend ausgemustert worden.

Hier drei Bilder dieser Altbaukisten mit "IC"s:

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Die NS1600 wurde die Maschine vor den IC-Wagen; sonstige "IC"s wurden mit Triebwagen gefahren (zuerst die Hundeköpfe, danach ICM):

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gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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