langsame Züge auf schnellen Strecken (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 05.11.2015, 09:32 (vor 3843 Tagen) @ numi

Hallo numi,

Den Flirt gibt es ja auch Versionen mit Höchstgeschwindigkeit von 200Km/h.

Daher meine Anfangsfrage zur Druckproblematik. Dürfte man mit einem solchen Zug auf der HSL Zuid fahren?

Das weiss ich nicht.

Bei einem 200 km/h Flirt wären die Sprungkosten wohl tatsächlich recht gering...

Der 160 km/h Zug hätte den großen Vorteil, dass wirklich eine der neuen Sprinter Plattformen nahezu unverändert genutzt werden könnte. Damit gäbe es wohl auch positive Effekte bei der Instandhaltung. Auch wären die Fahrzeuge wohl sehr schnell verfügbar und eben allgemein sehr preiswert.

Nur schade, dass ein FLIRT200 auch bei uns extra Kriterien zu erfüllen hat, z.B. Kompatibilität mit ERTMS Level 2. Und beim "Ambrüx" betrifft das sowohl das NL- als das BE-Dialekt des ERTMS Level 2. Folge 133.2.
Trivia: es hat bereits einen FLIRT auf der HSL-Zuid gefahren. Der Zug absolvierte Störstromfahrten auf der Strecke.

Das stimmt ja schon was du sagst aber dann hätte man sich ja auch die Kosten für eine HGV Strecke sparen können. Wenn man schon eine Hochgeschwindigkeitsstrecke hat, dann sollte man dies auch nutzen.

Bin ich mir nicht sicher.
Bei einer Schotterbahn wäre es bei 140-160 km/h wohl Schluss gewesen. Wenn man schneller fahren möchte, wäre man wohl zur festen Fahrbahn gezwungen: der Boden ist ja butterweich (für die Stabilisierung der HSL-Zuid war eine sechsstellige Zahl an Betonpfeilern notwendig).
Andererseits wären der Kostenunterschied zwischen 160 km/h und 300 km/h fester Fahrbahn relativ klein.

Jedoch hat man ja die Thalys Züge welche die Höchtgeschwindigkeit durchaus ausnutzen.

Thales ist der Hersteller unserer OV-Chipkartensoftware...:)

Wichtiger als die Geschwindigkeit ist aber doch, dass überhaupt Züge fahren. Wenn langsamere Züge dies wirtschaftlich machen, dann spricht doch eigentlich nichts dagegen, diese auch einzusetzen.

Das ist richtig.
Auf Amsterdam-Rotterdam-Breda dominiert der Inlands-IC-Verkehr. Erst auf Rotterdam-Antwerpen wird der HGV-Marktanteil grösser. Nicht umsonst haben die Belgier auf einer Rennbahn Antwerpen-Brüssel komplett verzichtet.
Diese Situation ist kommplett unterschiedlich von z.B. der Rennbahn K-F, wo vor allem Langstrecken-Rennzüge fahren. NRW-München, NRW-Basel und so. Der Marktanteil Köln-Siegburg/Bonn-Montabaur-Limburg-Mainport-Frankfurt durfte klein sein, sonst hätte dort schon stündlich ein IC-würdiger Zug mit allen Halten gefahren.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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