Self-Check-In: Datenschutz (Fahrkarten und Angebote)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 13.05.2015, 07:21 (vor 3981 Tagen) @ GUM

Da bin ich der ganz subjektiven und durch keine wissenschaftliche Studie nachgewiesenen Meinung, dass die Mobilfunkbetreiber eher unter den Milliarden Daten ersticken - als diese auswerten können.

Eben. Will man da jeden Zellwechsel und jeden Ping auswerten, hätte man viel zu tun.

Eine App wie Touch & Schnüffel ist aber geradezu dazu entworfen Wege nachzuverfolgen.

Daraus macht sie ja auch kein Geheimnis. genau das wird dem Kunden ja sogar als Vorteil verkauft. Ich hingegen bin doch froh, daß ich das nicht nutzen kann. Erstens hat mein Handy kein NFC, und zweitens ist der Akku mittlerweile so klapperig, daß ich Gefahr laufe, am Ende der Reise mit leerem Akku dazustehen. (Und unter 20% Dampf läßt sich die Kamera auch nicht mehr aktivieren um QR-Codes zu scannen.) Dank einer guten DB-Agentur bin ich ja mittlerweile wieder von den Onlinetickets weg. (Wenngleich die Bahn natürlich trotzdem sieht, wo ich gefahren bin, dank Punktesammelei.)

In einigen Jahren soll es den kompletten, verdachtsunabhängigen Datenaustausch zwischen den Banken und Steuerbehörden geben.

http://www.t-online.de/wirtschaft/id_71570514/steuerabkommen-schaeuble-haelt-bankgeheim...

Dann sehen die Steuerbehörden vielleicht mal die roten Zahlen auf meinem Konto und haben Mitleid... ;-)

Ich wollte aber nicht zu weit weg von der Bahn. Ich finde die Datensammelwut aber eher abschreckend. Und der Self Check-In steigert ja weiter die Hemmschwellen die Bahn zu nutzen anstatt (technologie-)barrierefreier zu werden.

Richtig, und die Fahrkartenkontrolle durch Personal im Zug ist nunmal so einfach zu verstehen, daß ich diese sogar schon im Ausland ohne Kenntnisse der lokalen Sprache geschafft habe. (Der Erwerb der Fahrkarte ist natürlich was anderes, aber da gibt es ja auch Möglichkeiten..)

Wo ich hingegen Online- un Selbstcheckin sehr gerne mag, ist im Flugverkehr. Da ist man ja ohnehin schon transparent, egal was man macht... Wenn ich an die Urlaubsreisen meiner Kindheit denke, wo man sich nachts um 4 in ewig lange Schlangen am Flughafen einreihen mußte, um am Vormittag dann zu fliegen (und natürlich nur noch die letzten Nichtrauchersitze in der Reihe direkt vor dem Raucherbereich bekommen hat) - nee, da bin ich froh, daß DAS nicht mehr so ist.

Auf das Verbleiben im Versuschsstatus hoffende Grüße,
der Colaholiker


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