Massenhaftes Zusammenschlagen der Belegschaft (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Dienstag, 12.05.2015, 12:50 (vor 3982 Tagen) @ Manuel
bearbeitet von GUM, Dienstag, 12.05.2015, 12:52

Moppert ruhig alle, ich finde das eine richtig gute Innovation.
Wahrscheinlich wird es am Anfang Probleme geben und es können auch nicht alle Kontrollen vermieden werden, doch wenn es funktioniert und von den Fahrgästen gut angenommen wird, kann es den Kontrolldurchgang erheblich beschleunigen. (Wodurch Schwarzfahrer (ja ich weiß, im Fernverkehr gibt es die quasi nicht) vielleicht auch häufiger zahlen müssen.)

Letztlich ist es eine Win-Win Situation für die Fahrgäste, wie auch die Bahn.

Kann es sein, dass jeder Bankkunde äh Fahrgast dann ein Déjà-vu Erlebnis haben wird?

Klar, durch Internet-Banking hat das "Personal mehr Zeit für Beratung und Service".

Und für die Fahrgäste ist es eine richtig gute Innovation, wie Du schreibst.

Dann frag doch mal die ehemals 80.000 Filial-Leiter der deutschen Banken, was sie denn inzwischen für neue Arbeitsgelegenheiten in den Bankkonzernen bekommen haben.

Die KfW deutet dies an, ausgehend von einem Stand von 45.000 Filialen im Jahr 2003 (ganz ursprünglich waren es mal 80.000 wenn ich mich richtig erinnere, 2-4 Personen Filialen eingerechnet).

Kahlschlag bei Banken

Wenn Du auch noch die Fahrkartenkontrolle auf Selbstbedienung umstellst, dann wirst Du etwa ein Drittel bis zwei Drittel der Zubs "zusammenschlagen". Im Neudeutsch heißt es dann: Es werden Stellen gestrichen.

Da bei den so handelnden Konzernen meist keine äquivalenten neuen Stellen geschaffen werden nimmt die Beschäftigung im Inland insgesamt ab.

Es ist lediglich ein "Konjunkturprogramm" für Zulieferer wie Foxconn & Co., da die Anforderungen an den Speicherplatz und die Software künstlich immer höher werden. Und die Unterstützung für die bisherigen Versionen schleichend eingestellt wird.

Zusätzlich bereitest Du die Bevölkerung auf die ab ca. 2017 einzurichtenden neuen ID-Checkpoints im Inlandsverkehr vor, die die bisherige Auffassung des Personalausweisgesetzes und der Kontrollbefugnis des Staates ad absurdum führen.

Mit der weiterreichenden Technologisierung steigen die Fahrpreise (inkl. deiner Technologie-Abschreibung) und sinken die Lohnsummen.

Viele Grüße,
Manuel

Grüße zurück und viel Spaß in von echten Bahnern entleerten Zügen.

In der Workflow-Analyse ist auch ein zweiter Schritt möglich:
Statt 4 oder 5 Zubs fährt nur noch ein Zub mit, der im "nicht elektronischen Check-In" Bereich kontrolliert. Ansonsten sind es nur vergleichsweise ungelernte Kräfte beispielsweise eines Security-Unternehmens. Mit einem geringeren Tarifvertrag.

Ich kann also weder einem Elektronischen Check-In bei der Bahn, noch Touch&Schnüffel irgendwas abgewinnen.

Der Gewinn der Bahn lässt sich auch durch Umsatzsteigerung erhöhen, nicht durch Verschlechterung der Service-Qualität.

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