dann helfen Billigtickets auch nicht mehr... (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 13.07.2009, 13:41 (vor 6240 Tagen) @ Rustin Parr
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 13.07.2009, 13:42

Hallo ICE-Fans,


ich kann diesen Lidl/Tchibo/Chiquitabananen-Kirmes auch nicht mehr verstehen.
Wenn DB Fernverkehr versuchen möchte, mehr Leute in die schwach ausgelasteten Züge zu kriegen:

Welche Kunden möchte die Bahn mit den Billigtickets für diese Züge gewinnen?

a. Die Geschäftsleute nicht, denn 1. die sind an Termine gebunden und können davon nicht abweichen, 2. deren Tickets werden aus der Unternehmenskasse finanziert.
b. Die Sehrvielfahrer auch nicht, denn die haben schon BC100 first oder second.
c. Die Vielfahrer auch nicht, denn die haben schon BC50 first oder second.
d. Die "lange-vorher-planende-Touristen"? Die möchten vor allem flexibel sein und die fahren nach wie vor Auto, auch wenn die Bahn die Tickets kostenlos verschenken würde: der Aufwand der Beschaffung ist einfach zu groß; dagegen steht das Auto vor der Haustür.
e. Die "lange-vorher-planende-Touristen" ohne Auto? Die reisen mit dem Bus. Die werden ohne umsteigen gleich beim Hotel abgeliefert. Das schafft die Bahn nicht.
f. Die Lastminute-Bahnurlauber? Die haben Pech, denn die Angebote sind lastminute meistens vergriffen; zudem greifen die auf Pauschalangebote zu.

Was wirklich hilft:

1. transparantes Tarifsystem wie in CH. Kein Dschungel sondern faire NP, Halbtax, Generalabo. In Bus und Bahn.
2. nicht Kunden sondern Züge als Objekt der Kapazitätssteuerung. Züge zu schwach ausgelastet? Zugteile abtrennen oder Wagen rausnehmen! Wird bei uns praktiziert und funktioniert. Abends verkehrt der IC Eindhoven-Maastricht auch mit nur 4 oder 6 statt 12 Wagen (für Heerlen umsteigen in Sittard). Mit den neuen IC250-Triebwagen soll das natürlich einfacher werden.


gruß,

Oscar (NL), der versteht dass er hier langfristige Maßnahmen für ein kurzfristiges Problem nennt.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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