HSL-Zuid: Systemintegration, Vergleich mit K-F. (Allgemeines Forum)

Chrispy, Freitag, 11.01.2013, 13:24 (vor 4849 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Chrispy, Freitag, 11.01.2013, 13:27

Zudem erscheint mir der HGV in NL als eine Art Parallelangebot.


Die Situation ist vergleichbar mit Köln-Frankfurt (K-F) in Deutschland. Folgende Eigenschaften haben die Projekte gemeinsam:

1. es gibt parallel eine "schnelle" und eine "langsame" Strecke.
2. auf beiden Strecken verkehren Fernzüge.
3. der Fernzug auf der schnellere Strecke ist höherwertig als der der langsameren Strecke.
4. die "schnelle" Reise ist teurer als die "langsame" Reise.

Nun, der Fahrzeitgewinn ist grösser aber natürlich auch der Preisunterschied. So gesehen spricht das noch nicht für oder gegen den Fyra.

Ein anderer Effekt könnte sein, dass man in Deutschland im Fernverkehr anders reist als in der Schweiz oder den Niederlanden. Man hat das Angebot des ICE, der für konfortable und schöne Züge, schnelle Verbindungen über teilweise lange Distanzen steht und man ist offenbar bereit dafür einen Aufpreis zu zahlen. Fyra müsste sich den Ruf zuerst erarbeiten.
Dagegen sind in NL und CH die Schienenwege eher Kurz und sogar der IC verkehr wirkt im Deutschlandmassstab wohl eher wie ein Interregio- oder Regionalbahnbetrieb.

Zumindest Heiri Normalschweizer will es mit den ICs so übersichtlich wie mit den S-Bahnen, d.h. einen Tarif pro strecke, keine Aufpreise oder Reservierungspflichten, einfach einsteigen und von A nach B fahren. Da gibt es halt verschiedene Mentalitäten. (Meine Meinung)

Lies: da das Bahnnetz schon sehr gut funktioniert.
Nur schade, dass das Busnetz nicht so gut funktioniert wie das Bahnnetz.

Da wundert man sich, weshalb die Busbetreiber auf zusätzliche Fahrgäste verzichten. Es ist doch auch in ihrem interesse, dass die Leute möglichst den ganzen öffentlichen Verkehr nutzen. Oder werden die Busse von Shell betrieben?

Gruss Christoph


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