ICE International / Ultra-HGV (Allgemeines Forum)

fjk, Montag, 11.04.2011, 09:57 (vor 5478 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo fjk,

Hallo Oscar,

uff: harte Kost nach einem so netten Wochenende. Gut, dass wir uns so ziemlich einig sind:-)

ICE International soll der beschleunigte zweiklassige TEE des 21. Jahrhunderts werden = eine europaweite Premiummarke.
So wie Frankfurt-Paris: dieser Zug hält doch auch nicht in Reims oder in Neustadt an der Weinstraße? Man soll sogar froh sein, dass der Zug in Kaiserslautern hält.

Eben nicht. Weil das in jedem der vielen Kaiserslauterns dieses Landes Begehrlichkeiten weckt.


Habe mich verschrieben (rot). Soll sein: Otto soll sogar froh sein, dass der Zug heute noch in Kaiserslautern hält.

Für ICE International hätten Mannheim und Saarbrücken als Halte gereicht; in Mannheim braucht man nicht unbedingt zu halten wenn die Strecke MA-KL-SB einen FV-Stundentakt erhält,

höchstens noch aus Verknüpfungsgründen, aber das meiste in der Hinsicht sollte sich wohl auch in Frankfurt darstellen lassen. Bei Deinen Darstellungen "fehlt" ohnehin nur noch der äußerste Südwesten, also der Oberrhein. Und von Straßburg und Basel gibt's dann ja schon wieder einen eigenen TE-ICE/TGV nach Paris.

Dann kam aber NS mit dem neuen Fahrplan und integrierte den Berlin-IC in den NL-Takt.

auch auf NL-Bahnforen gab es Ansätze, den IC durch einen "ICE International" zu ersetzen. Dabei musste der Zug wieder aus dem Takt und Hilversum, Apeldoorn und Almelo auslassen; in Deutschland sollte der Zug nur in Osnabrück und Hannover halten.

Genau. Und beidseitig der Grenze würde wohl etwas IC250-mäßiges an Rollmaterial ausreichen, weil:

Das wird aber wegen der zahlreichen langsamen Abschnitten nicht viel bringen

Blickpunkt kompromissloser ICE-Fan:

Wenn ICE International Amsterdam-Berlin, dann bitte via Duisburg und Hannover und keine weiteren Halte!

Dem kann ich wegen einer persönlich-familiären Affinität zum Osnabrück Bahnhof leider nicht zustimmen. Aber ich bin wohl auch kein kompromissloser ICE-Fan.
Obwohl das:

In Duisburg hat man Anschluß an der HGV-Achse nach Basel-Zürich-Mailand oder nach München-Salzburg/Innsbruck; in Hannover nach Hamburg-Kopenhagen-Stockholm und Leipzig-Dresden-Prag-Wien; in Berlin nach Warschau, wenn nötig nach Vilnius-Riga-Tallinn.

natürlich gewichtige Argumente in der Waagschale sind. Allerdings noch traumhafter als ein halbstündiger, langer NS-IC Emmerich-Düsseldorf-Köln(-Aachen-Lüttich-Maastricht;-)). Also bleiben wir doch erstmal bei Osnabrück, ja?!?


Alternativen für die ausgelassenen Halte:

- inner-NL gibt es schon 15-Minutentakt mit IC
- ab Utrecht und Arnhem sollte man im Takt mit internationalen Mittelstreckenzügen nach Emmerich, Oberhausen und Duisburg reisen

s.o.

- Essen, Bochum, Dortmund, Hamm und Bielefeld sind ab Duisburg (oder in der Gegenrichtung ab Hannover) mit weiteren Inlands-ICEs erreichbar
- Wolfsburg, Stendal und Berlin Spandau sind ab Hannover (oder in der Gegenrichtung ab Berlin) mit weiteren Inlands-ICEs erreichbar; für Stendal würde IC250 sogar reichen.

Wobei ("grenzenlos denken!") die Betonung weniger auf national/international liegen und "Mittelstreckenzug" eben nicht Mittelstreckenlaufweg bedeuten sollte.
Und damit sind wir wie immer bei der Forderung nach einem Fernnetz mit zwei Kategorien: schnelle europäische Fernstrecken-HGV-Starzüge (auch Berlin-Stuttart ist eine europäische Fernstrecke) und lückenfüllende, nicht langsame Inter-Regio-Fernzüge (auch ein Schnellzug Amsterdam-Groningen-Oldenburg-Bremen-Hamburg-Rostock-Stettin verbindet im wesentlichen Regionen).


Blickpunkt pragmatischer Niederländer:

Sowas wird mit der heutigen Infra zumindest in Deutschland nicht möglich sein. De politische Lage Deutschlands macht es noch schwieriger (wenn man alleine schon an das Mannnheim-Bypass-Theater denkt... in FR/ES/IT wäre der Bypass schon längst gebaut).
Es muss also eine neue Infra her, und es ist die Frage, ob ausreichend Nachfrage für solche Schnellverbindungen besteht bzw. ob man diese Nachfrage erstellen kann; der internationale Markt ist ja relativ klein, soviele ICE Sprinter Frankfurt-Berlin gibt es (noch?) nicht und die Fliegerei kann es wohl noch einige Dekaden durchhalten (es ist allerdings zu hoffen, dass die Flugzeuge mit irgendwelchem Biotreibstoff fliegen können).

Naja, in Frankreich ist es ja wohl nicht mehr so weit her mit der Inlandsfliegerei - ohne, dass Elf zugemacht hätte. In der Tat ist die Infrastruktur - und die Politik/Vorortbevölkerung, die sich mit ihr arrangieren muss - eher das Problem. Nicht nur in D: sonst müßte der "Star-IC" B-H-OS-Amsterdam ja auch nicht in den NS-IC-Takt eingebunden werden. Das macht nur Sinn, weil er ohnehin "bummelt". Dann allerdings macht es Sinn, weil keine entscheidenden Fahrzeitverbesserungen drin sind - im Gegensatz zu D, wo ja offenbar Sprinter und Güterumgehungsbahn-Mogelpackungen hier und da doch so einiges rausholen.

Das denke ich auch. Aber so gut abgestimmt/vereinheitlicht ist das Netz in D eben nicht (kann es auch nicht werden - Stichwort Entfernungen???).


Weiß ich nicht.
Von Maastricht nach Groningen (etwa 370 km) ist man auch einiger Zeit unterwegs; die Strecke gibt es halbstündlich.
Von Genf nach Chur ist auch eine lange Reise; hier soll der Halbstundentakt wohl irgendwann kommen.
Zwar durfte ein FV-Halbstundentakt auf Aachen-Köln wohl sehr übertrieben sein, aber wie wäre es schon mit einigen Fernzügen (IC250, ICE) pro Tag, pro Stunde 1-2 Mittelstreckenzüge (grenzüberschreitender NS-IC statt RE 1, belgischer IC) und 2-4 Regiozüge (euregiobahn, RE 9, S-Bahn DN-K)?

Na, perfekt. Oder aus Aachener Sicht "ausreichend" (vier minus) aber akzeptierbar, wie hier zu lesen. Und der Londoner und Pariser Zug bleiben unbehelligt.

Und so lange Sprinter und Züge, die nicht in Montabaur halten (sinnvoll) unterwegs sein sollen, müßte man ja wohl die internationalen Starzüge auf (nationalen) Kernnetzstrecken so wenig wie möglich "belasten". An den Enden kann man dann zwischen München und Garmisch gerne an jedem Bärenmarketeddy halten.


So machen die Franzosen es. Von Paris mit dem TGV blitzschnell nach Chambéry, dan mittelschnell nach Albertville und als Regionalbahn mit Tempo 40 nach Bourg St. Maurice. Am Ende ist Jean-Pierre dennoch schneller als wenn er die ganze Strecke Paris-Bourg St. Maurice mit seinem Renault Megane gefahren hätte.

Und hier ist dann der Vergleich zu Jan und Maastricht-Groningen gefragt: auf der Strecke wäre ein schnelles Zwischenstück" ja auch nicht zu verachten, insbesondere in Konkurrenz zur Autobahn. Und die NL-Rennbahn hilft (insbesondere ohne Nordast) da wohl erstmal kaum...

Guten Wochenstart!
fjk


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