Geräuschentwicklung und Wartung (Allgemeines Forum)

GUM, Freitag, 28.01.2011, 12:23 (vor 5550 Tagen) @ ICE-TD

Dazu kommt auch noch die Bauart des Fahrzeugs und wie schnell sie ihre max. Zugkraft und Leistung erreichen kann. Es wurde z.B. schon oft über die 103 und 101 diskutiert. Die 103 hatte die höhere Leistung, trotzdem war die 101 ihr beim Beschleunigen eines IC-Zuges überlegen. Durch die Drehstromantriebstechnik kann die 101 ihre max. Leistung nach ihrem Erreichen bis zur Endgeschwindigkeit halten.

Vielleicht noch zwei Ergänzungen aus Sicht eines Fahrgastes:
1.) Mein persönlicher Eindruck ist ein wesentlich ruhigeres Fahrgefühl in einem Wagenzug mit einer "zentralen" Motoreinheit (Lok, triebkopf). Klar ist, dass dann unter dem Sitz keine Geräuschquellen wie Motoren sind und andererseits die Resonanz bzw. die Frequenz ganz anders klingen. Für mich hört sich z. B. eine E111 mit S-Bahn-Waggons "tiefer" an, als ein Elektrotriebwagen mit verteilten Antrieben. Die kleineren Motoren sind teilweise etwas schrill. Auch wenn bei den neuen S-Bahn-Zügen nachgebessert wurde, so ist teilweise die E111 und drei bis vier x-Wagen die leisere lösung.
2.) Wartungsprobleme: Bei Triebfahrzeugstörung müssen nicht alle Fahrgäste raus, sondenr man koppelt einfach die Antriebseinheit ab und holt sich eine andere. Wenn man davon genug Reserve hat und eine einheitliche Schnittstelle (Standardkupplung), dann kann man im Notfalle fast alles dranhängen.

Deshalb bin ich Fan von Wagenzügen oder Triebzügen mit nur einer Antriebseinheit. Paradebeispiel hierzu ist vielleicht der alte ÖBB ET4010 "Transalpin". Den habe ich vor Jahren mal sogar mit Verstärkungswagen gesehen. Gab zwar Sitzplätze für die Fahrgäste, aber keinen Speisewagen in dem drangehängten Teil. Und so eine modular verstärkbare Lösung ist doch irgendwie die bessere Alternative, oder ?


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