Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:39 (vor 5697 Tagen) @ Steffen

Merkt man eigentlich einen Effekt, dass in der einspurigen Röhre nicht nur ein Zug unterwegs ist? Im Prinzip müsste ja der vordere Zug durch seinen Sog (Unterdruck) den nachfolgenden Zug mit durch die Röhre ziehen bzw. der hintere Zug nicht so viel Luft vor sich her schieben, weil der gesamte "Luftblock" zwischen den beiden Zügen in Bewegung ist. Oder spielt das gar keine Rolle?

Ich denke nein. Der Unterdruck hinter dem vorausfahrenden Zug ist ein lokales Phänomen und wenn er sehr stark wird, zieht der mehr Luft vom Überdrucksteil vor dem Zug an. Zwischen zwei Zügen liegen bei 120 km/h fast 6 Kilometer; es wäre wohl eher noch schlimmer, wenn jeder Zug eine 6 Kilometer lange Luftsäule mitschleppen müsste, welche an den Tunnelwänden "Reibung" produziert.

Und macht sich die Hitze im Zunnel durch einen höheren Energieverbrauch bemerkbar? (ich meine Fortbewegungsenergie)

Eher umgekehrt, warme Luft ist leichter und hat daher weniger Widerstand. Aber die Temperaturen sollen nur bis maximal 40 Grad im Sommer gehen, schliesslich sorgen ja die Züge für Belüftung.


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