Betrieb mit Gotthard-Basistunnel (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:27 (vor 5696 Tagen) @ naseweiß

Neue ITF-Knoten entstehen leider nicht.

Wozu auch, viele Knotenbahnhöfe mit Anschlussstrecken gibt es ja nicht.

Zugegeben. Aber selbst ohne Anschlussstrecken gibt es noch eine gewisse Berechtigung für ITF-Knoten:
- Umsteigemöglichkeit auf Busse andere Nahverkehrstransportmittel
- Umsteigemöglichkeit zwischen verschieden schnellen Zügen auf der gleichen Strecke
- Leicht merkbare Fahrzeiten: Einfach zur vollen Stunde am Bahnhof sein
Nett wäre zum Beispiel ein ITF-Knoten, der das Umsteigen vom Zug ab Mailand auf den Zug über die Bergstrecke erlaubt.

Der Vorteil des weitgehend 30-min-Takt in der Schweiz wäre doch, dass man zur Not in Zürich (und Basel usw.) auch um 30 min verschieben könnte, z.B. für die Zeit ohne Ceneri 3,5 h Kantenzeit.

Das ist richtig. Nur ging es in der ursprünglichen Frage um Neubaustrecken, welche höchstens 10 Minuten gespart hätten. 2h40 auf 2h30 zu reduzieren bringt nichts, man erreicht keine zusätzlichen Anschlüsse, denn solche internationalen Züge brauchen sehr grosszügige Übergangszeiten und müssen daher als letzte aus den Knoten raus und als erste rein.

Unklar ist mir, was für Züge nach Mailand verkehren werden.

Was ist mit den ETR 610? Gab es nicht die Ausschreibung für neue Mehrsystem-Neigetechnikzüge, mit den auch München-Genf gefahren werden soll?

Möglich. Sind aber alles Neigezüge, und mit Basistunnel profitiert die Strecke kaum noch von NT. Ich weiss nicht mal sicher, ob andere Strecken als die Gotthard-Bergstrecke NT-ertüchtigt sind. Im Zweifelsfalle verwendet man auch bei den SBB lieber billigere normale Züge und schmeisst die unzuverlässigen ETR 470 auf den Müll.

Zu den doch 3 Zügen/h: Werden die IR nach Locarno also durch Basistunnel-Züge ersetzt, oder? Dafür bleibt der alte Gotthard-Abschnitt als weitere Linie mit eher regionalem Charakter.

Nein, ich bin nicht der einzige, der überrascht wurde: Pro Stunde 2 Züge (Halbstundentakt) durch den Basistunnel, 1 IR über die Bergstrecke, und südlich von Biasca noch 1 S-Bahn. Frühere Konzepte sprachen nur von einem stündlichen Zug durch den Tunnel.


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