ganz nett.... (Allgemeines Forum)

Holger2, Sonntag, 03.10.2010, 23:34 (vor 5663 Tagen) @ Steffen

Hallo Steffen,

das Problem bei der ganzen Diskussion ist eben die Ungleichheit:

Von K21 - Fans wird einfach mal irgendetwas in den Raum gestellt. Seien es die angeblich gefährdeten Mineralwasserquellen, die angeblich 300 alten Bäume im Schlosspark, das angebliche Fällverbot etc. etc. Es bedarf meist erst einmal Zeit zu prüfen, was mit diesen Behauptungen gemeint ist und was Tatsache ist, bevor ihnen widersprochen werden kann. Bis dahin interessiert das Thema aber häufignicht mehr, das Gschmäckle bleibt hängen.

Die K21 - Fans machen sich das Leben nicht so schwer, ob Behauptungen der Wahrheit ganz oder nur teilweise entsprechen, ist erst mal nebensächlich, Hauptsache es dient der Sache. Damit meine auch Dich, mit Deinen Behauptungen oder Vermutungen, 25 alte Bäume seien gefällt worden, ein Demonstrant sei definitiv halbseitig erblindet, ein paar bewohnte Häuser müssten abgerissen werden oder Fabians Behauptung, das EBA hätte die Fällaktion untersagt.

Deine Behauptungen konnten von mir ohne Probleme binnen Sekunden widerlegt werden, im Prinzip hättest Du das auch selbst können. Dasselbe Problem hat ja auch Stocker: Wenn ihm etwas widerlegt wird, ist er plötzlich wieder nur der kleine Kunstmaler, der eigentlich keine Ahnung hat, sondern dafür gebe es ja Experten. Es geht dabei nicht um den Austausch von Argumenten und dialektische Diskussion, sondern ich finde dieses Verhalten einfach unredlich.

Zynisch finde ich, dass keiner der Verantwortlichen der K21 - Fraktion bei der Schülerdemo letzten Donnerstag versucht hat, zu deeskalieren. Wölfle und Stocker waren nach eigenen Aussagen vor Ort. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass diese "Verantwortlichen" bewusst die Gewalt gegen Schüler in Kauf genommen haben, um eben die bekannten schrecklichen aber medienwirksamen Bilder zu erhalten.

Man kann sich trefflich darüber streiten, ob bei diesem Projekt gewaltfreier Widerstand überhaupt toleriert werden kann, geht es doch definitiv nicht einmal indirekt um die Verteidigung von Menschenrechten, sondern nur um ein großes Investprojekt. Schüler haben bei so einer Aktion definitiv nichts verloren.

Ich gebe zu, dass der Polizeieinsatz vom Donnerstag auch in meinen Augen nicht richtig gewesen ist. Ein paar Tage Zeitverzug hätten dem Projekt nicht geschadet. Hätte man erst den Zaun gesetzt und die Bäume im Anschluss irgendwann früh morgens gefällt, wäre es wahrscheinlich zu deutlich weniger scharfen Konfrontationen gekommen.

Was mich sehr interessiert ist, wie es denn weitergehen soll. Das Projekt ist seit 1993 in Diskussion,mit reger Bürgerbeteiligung (siehe Rahmenplan Seite 13), ein gänzlicher Stopp ist von den Projektpartnern nicht gewünscht und würde bedeuten, dass in den nächsten 20 - 30 Jahren mit keiner Veränderung des Status - Quo zu rechnen ist. Gibt es denn irgendwelche Kompromisangebote der Gegner? Oder geht es einfach nur darum, die nächste Wahl zu gewinnen?

Holger

Holger


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