Semesterticket juristisch angreifen (Allgemeines Forum)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 20.04.2023, 17:51 (vor 1088 Tagen) @ Skyeurope

Der Semester­beitrag setzt sich zusammen aus dem Verwaltungs­kostenbeitrag, dem Studierenden­schafts­beitrag (inkl. Semester­tickets) sowie dem Studentenwerks­beitrag. Langzeit­studierende zahlen zusätzlich Langzeit-Studiengebühren (i.H.v. 500 €).

Mit dem landesweiten Bahnticket können Studierende der Universität Göttingen viele Nahverkehrszüge in Niedersachsen und Bremen sowie zu einigen Städten der anliegenden Bundesländer kostenfrei nutzen. Darüberhinaus gilt das Göttinger Bahnticket auch in einigen Cantuszügen.

Im Wintersemester 2021/22 und im Sommersemster 2022 kostet das Bahnsemesterticket 142,92€. Dazu kommt außerdem der Beitrag für das Bussemesterticket in Höhe von 50,90€ und der für das Kulturticket in Höhe von 9,81€. (143 + 51 + 10 = 204 EUR)

Für das Sommersemester 2022 wurden 50,90€ für das Bus-Semesterticket und 142,07€ für das Bahn-Semesterticket erhoben. Zusammen sind dies 192,97€. Da das Semesterticket für sechs Monate gültig ist, entspricht dies einem monatlichen Wert von 32,16€

Die Einschreibegebühren werden aktuell mit 281 bis 350 EUR beziffert.

Übersichtskarte zur Netzgültigkeit
https://asta.uni-goettingen.de/wp-content/uploads/2022/11/Beiblatt-202223_2-scaled.jpg


Also ich vermute schon angesichts der absolut unkomfortablen Netz-Randlage Göttingens würde sich eine Zahl Studis über ein bundesweit gültiges Deutschlandtickt für 17 EUR/mtl mehr freuen. Für andere hingegen müssten sich 102 EUR extra im Semester wiederum rentieren. Darum sollte man wohl individuell wählen können. Allerdings gibt es in Göttingen hauptsächlich auf die Unibereiche ausgerichtete Buslinien und dichtere Takte. Ich weiß noch, als es vor Jahren um die Semsterticket-Abstimmung ging, das damit der Bestand bleiben oder fallen würde. Was bei einer Einführung des 49ers bleiben oder fallen würde, das müsste man vorher natürlich klären.

Ob man nun dagegen klagen muß? Würde sagen man wartet noch ab, wie die Länder sich dazu äußern werden. Man muß wohl nochmal wiederholen, daß die Idee des 49ers nicht der große Reiseverkehr ist, sondern das Pendeln zur Arbeit. Studenten wohnen wohl doch eher Uni-nah. Aber ja, auch Arbeitnehmer wie ich brauchen für das werktägliche Pendeln innerhalb Kölns keine Gültigkeit in Lübeck, Apolda und Ravensburg. Das Problem wäre ja eher, daß irgendwer wieder vor einer dieser elenden Verbundgrenze steht, nur weil er 10 km zu weit weg wohnt. Es hätte wohl immer wieder irgendwo nicht gepasst, egal wie großzügig man die Zirkelkreise geschwungen hätte. Den Studis würde es aber wohl doch eine Reihe von teureren ICE-Heimfahrkarten ersparen, da erreicht man den Wert von 102 EUR im halben Jahr wohl schnell.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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