querdurch... statt mittendrin in Norddeutschland (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 10.06.2010, 21:48 (vor 5779 Tagen) @ ICE-T-Fan

Inwiefern soll ich die Fahrgastströme unberücksichtigt lassen? Eine Streckenkarte ist doch nicht automatisch eine Liniennetzkarte, auch wenn sich bestimmte Dinge schon abzeichnen..


Eine Streckenkarte mit den Hauptstrecken bildet durchaus die Fahrgastströme ab.

Hab grad nur mal eben einen Blick auf Norddeutschland gelegt,
da sehe ich die Fahrgastströme nun überhaupt nicht berücksichtigt.


Was soll ich denn ändern?

Naja, Du "sollst" nichts. Es ist ja Deine Idee. Deinen Gedanken und Ideen sollst Du ja auch gerecht werden und hypothetisch ist es ja eh alles.
Ich weiß auch nicht, wieviel Planungstiefe in dem Plan drinsteckt, hatte nur mal ein Posting von Dir gelesen in letzten Tagen, dass Du an so einem Gedankenspiel arbeitest.

Nur mal ein paar Sachen:
Es gibt kein HGV-Bedarf von Kiel nördlich in Richtung Sylt/Fl.
Auch wenn ich das aus Kieler Sicht sicher begrüßen würde, dennoch wäre es frei jeder Realität.
Kiel ist aus Fernverkehr-Sicht ein Stopp, ein Ziel.
Für Sylt/Flensburg als Ziel aus Richtung Hamburg ist der Umweg über Kiel & Eckernförde sehr weit ab.
Ebenso ist aus Sicht der Relation HH-Kiel der Umweg über Ahrensburg/Bad Oldesloe doch etwas weit ab.
Dann doch eher Hamburg-Neumünster direkt trassieren. Von NMS dann nach Kiel abzweigen und direkt weiter nördlich nach Fl.
Wie man nun genau von HH nach Berlin kommen soll, ist nicht ganz klar.
Erst nördlich, dann nach Schwerin? Ab dort direkt nach Berlin?
Ähnelt von Schwerin der TR-Trasse. Aber auch beim Transrapid wurde schon der Schwerin-Schwenker kritisiert.
Und wieso hier extra erst in Richtung Norden? Das ist da flaches Land - die Kostenfrage an sich kann es nicht sein.
Oder doch eher die südliche Variante?
Der Sinn der Trasse von Stelle in die Altmark leuchtet nicht ganz ein.
Einen Bedarf für eine HGV-Trasse HH-Magdeburg gibt es nicht.
Wenn Du Bündelung schon so sehr hochlegst, wieso denn nicht bei der Y-Trasse?
Ziehe den rechten Ast des Y von Hannover nach Hamburg weiter hoch zu der Trasse Hamburg-Bremen, so wie es derzeit bei der aktuellen Planung auch Stand ist.
Wolfsburg hättest Du durchaus schon noch anbinden können an Hannover-Berlin.
Hannover-Bielefeld führst Du mit recht großem Umweg und auch durch topologisch problematisches Gebiet.

z.B. Neigetechnik-ICE Dresden-Chemnitz-Nürnberg-Ulm-Zürich

Bei den NBS wird es wohl auf NT hinaus laufen, damit sie nicht zu teuer werden, weil dort Auslastung etwas geringer ist... genauso wie MDV Dresden-Chemnitz-Jena-Erfurt-Eisenach-Kassel-Paderborn-Hamm-Dortmund


Was heißt NT?
Doch nicht hoffentlich Neigetechnik, oder?
Du willst doch nicht eine Neubaustrecke rein auf Neigetechnik auslegen?
Und was machst Du dann, wenn diese mal ausfällt? Was ja in der Vergangenheit nun nicht gerade eine Seltenheit war?
Dann geht geht gar nichts mehr?
Nein, das macht man nicht, das widerspricht dem Ingenieursgedanken.

Neue Strecken bei der Bahn sind möglichst grade zu bauen (im Gegensatz zum Straßenverkehr).


Die dunkelgrünen Strecken werden vermutlich aufgrund der Topografie so enge Kurvenradien haben, dass dort konventionell nur 200 km/h möglich sein werden, wenn überhaupt. Dort sollen als ICE dann Neigentechnik-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, welche diese Strecken mit 230 km/h anstelle von 160 oder 200 befahren.

Wenn man bei Null beginnt, ist die NT natürlich eine Option für solche Extremstrecken, zumal man sie ja dann von Grund auf neu gestalten kann.

Wenn Du Neubaustrecken für HGV baust, dann wirst Du da durch Neigetechnik nicht noch einmal 20%-30% rausholen. Das ist technisch nicht möglich und auch alles andere als empfehlenswert.
Neigetchnik ist dafür da, auf vorhandenen Altstrecken noch ein wenig die Geschwindigkeit zu erhöhen, nicht auf neu zu planenden Neubaustrecken.
Und wie gesagt, neue Neubaustrecken plant man möglichst gerade und nicht kurvig.


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