Herrlich. (Allgemeines Forum)

Barzahlung, Mittwoch, 22.02.2023, 15:53 (vor 1141 Tagen) @ Der Blaschke


Deutsche Bahn AG

Die Anwendung auch von § 12 Abs. 1 Nr. 1 EVO-E auf das Deutschlandticket und damit die Möglichkeit zur Nutzung eines Fernverkehrszugs hätte zur Folge, dass den SPNV-Unternehmen hohe Kosten für die Erstattung des Fahrpreises (idR DB-Flexpreis) an das Schienenpersonenfernverkehrsunternehmen entstehen, die schon bei einem einmaligen Anwendungsfall pro Monat deutlich über dem monatlichen Fahrpreis des Deutschlandtickets lägen. Inklusive der Fallkosten für die Bearbeitung kostet jeder dieser Fälle die DB Regio ca. 52 Euro. Damit übersteigen die Kosten für einen einzigen Fahrgastrechtefall für die Nutzung höherwertigerer Züge die Einnahmen des Deutschlandtickets bereits deutlich. Es entstünde ein wirtschaftliches Unverhältnis zwischen Fahrpreis und Bearbeitungskosten zu Ungunsten der Eisenbahnverkehrsunternehmen.


Zuungunsten von DB Regio ZUGUNSTEN von DB Fernverkehr. Fernverkehr würde ja richtig Geld verdienen

Es ist schon seltsam, dass sich ausgerechnet die DB hier am ausführlichsten über die Regelung beschwert. Für die DB ist das erstmal linke Tasche, rechte Tasche.
Ein Teil der Verspätungen wird ja durch Dritt-EVU verursacht, auf deren Kosten sich die DB AG durchaus erkleckliche Beträge hinzuverdient und zwar ein Vielfaches dessen, was der 10€ Super-Sparkunde pro Fahrt bringt.

Du musst allerdings zugeben, dass musicus mit seiner These Recht behalten hat, dass das politisch und verkehrstechnisch Zündstoff geben würde. Offenbar ist über den vergangenen Sommer ein ganz schöner Berg an Zusatzfahrkarten zusammengekommen.

https://www.ice-treff.de/index.php?id=656767

Ich denke, man muss aber auch sehen, dass das Deutschlandticket den Fernverkehr insgesamt, selbst wenn man die Erlöse aus Zusatztickets gegenrechnet, eher kannibalisiert. Es werden viele Leute aus den Zeitkartentarifen im Fernverkehr abwandern und das natürlich umso mehr, je attraktiver das Deutschlandticket in Punkto Preis, Geltungsbereich und Fahrgastrechte ausgestaltet wird.

Darüber hinaus verwässert sich für die DB so insgesamt das heilige Premium-Produkt, wenn die Abzocker-Bagage in den ICE-Zügen landet und sie nicht mal was dagegen tun können, weil sie ja alle mit gültigen Fahrkarten unterwegs sind.


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