Job vs. persönliche Gesinnung! (Allgemeines Forum)

bendo, Donnerstag, 14.04.2022, 13:08 (vor 1459 Tagen) @ Altmann

Wenn eine eigentlich gebildete Mitarbeiterin des deutschen Staatsfernsehens (öffentlich-rechtlich) sich nach einer Präsidentschaftswahl in Paris hinstellt und beide Gegenkandidaten diffamiert, dann kann man schon auf den Gedanken kommen daß diese Frau nicht auf dem Boden der Demokratie steht.


Nun. Vorab - leider hab ich das Interview jetzt auf die Schnelle nicht gefunden und daher auch nicht verlinkt ... Auf alle Fälle hat die Chefin der ARD vor Kurzem in einem Interview zugegeben, dass die Berichterstattung der ARD tlw. nicht objektiv ist.

Das hat sie darauf zurückgeführt, dass sich "Kapitalisten" nicht als Journalisten bei der ARD bewerben (und hat dies auf geringe Bezahlung zurückgeführt). Vielmehr sind es eher Menschen, die ihre (politisch eher links angehauchte) Gesinnung vertreten und die Welt verbessern wollen (bzw. halt das, was sie für besser halten, durch ihre journalistische Tätigkeit erreichen wollen).

Hallo,
da reißt mir die Hutschnur!
Daraus ließe sich ableiten, dass "Objektivität" streng was mit der Gesinnung zu tun hätte, bzw. unter den Journalisten eine ausgewogene Gesinnungsverteilung das Ziel wäre.
Viel mehr erwarte ich, dass auch Journalisten zwischen persönlicher Meinung/Einstellung und ihrem Job, der sachliche Objektivität verlangt, unterscheiden können. Natürlich mag der/die ein oder andere seine persönliche Gesinnung vertreten oder die Welt verbessern wollen. Je verantwortungsvoller die journalistische Position, um so mehr erwarte ich aber, dass ein Recruitingprozess genau solche aussortiert!
Gruß, bendo


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