"Vermögende"... (Allgemeines Forum)

bendo, Mittwoch, 13.04.2022, 12:48 (vor 1460 Tagen) @ Paladin

Kommt wohl drauf an, wo die Grenze der "Vermögenden" gezogen wird - meiner Meinung nach sind es nämlich eher die Vermögenden, die trotz Inflation immer reicher werden, während der übergroße Rest die Last trägt. ;-)

Hallo,
die Situation erschwerend habe ich hier die Grenze sehr tief angesetzt: Unter "Vermögende" verstand ich hier alle Menschen, die auf der Bargeldseite unter dem Strich eine Zahl >0€ stehen haben. Und das betrifft vermutlich immer noch die Mehrheit der Gesellschaft (Summe Barvermögen: ~7,4 Billionen € - allerdings weiß ich nicht, wie dieses Vermögen verteilt ist).

Ich gebe Dir allerdings Recht: Die "besonders Vermögenden", die es sich erlauben können ihr Vermögen geschickt zu verteilen, weil sie eben nicht darauf angewiesen sind ihr Erspartes "flüssig" zu halten, jene die zur geschickten Anlage auch Fachexpertise in Anspruch nehmen (können), sind eher in der Lage sich bezüglich der Inflation geschickt aufzustellen...

Von den angesprochenen 7,4 Bio. € ließen sich mal gut die Staatsschulden (aktuell ca. 2,4 Bio. €) tilgen. Darüber hinaus noch Bankenrettungen, Staatsrettungen/Europa, diverse Pandemiemaßnahmen etc. finanzieren. Klingt zynisch, die Inflation macht aber faktisch nichts anderes.
Und es gibt aus Staatssicht noch einen schönen Nebeneffekt: Wenn "Sparer" zwar stets versuchen fleißige Arbeit zu leisten, um Wohlstandsmerkmalen entgegen zu streben, besteht die Gefahr, dass diese irgendwann evtl. Abstand von der fleißigen Arbeit nehmen könnten. Einerseits würden solche die Gesellschaft weniger am Laufen halten, andererseits hätten sie mehr Zeit für doofe andere Dinge: Z.B. Politik kritisch hinterfragen, sich im Finanzwesen bilden...Also: Die "Fleißigen" am besten in gutem Glauben lassen, sich was erschaffen zu können und am Ende kommt doch nichts bei rum (naja, vielleicht ein wenig ;-) ).

Gruß, bendo


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