Deine Argumentation hat aber einen Haken ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 13.04.2022, 15:40 (vor 1462 Tagen) @ Paladin

Hallo.

Aus Sicht von "Otto-Normalverdienern", wie wir hier vielleicht auch die meisten sind(?), sind die Gehälter für die MinisterInnen und Abgeordnete sehr hoch und möglicherweise unverhältnismäßig.

Einkommen sei jedem gegönnt. Auch viel. Diese Neiddiskussionen sind primitiv. Ich hätte auch Millionär werden können. Es gibt viele Gründe, warum ich es nicht bin. Die liegen aber allesamt bei mir selbst. Weswegen ich mit Einkommen und Vermögen Anderer kein Problem habe.

Abgesehen davon, dass unsere Parteien - alle, auch die braunblauen, die sich selbst Alternative nennen - nicht darauf ausgelegt sind, fähiges Personal nach oben zu befördern,

(...)

Fakt ist aber, dass eine Regierung nicht in 6 Monaten die Trümmer der letzten 16 Jahre zusammenfegen kann, was im Gro SPD und CDU auf Bundesebene zu verschulden haben.

Das kann sie ohnehin nicht, egal welche, weil ja - deine Worte - ALLE Parteien Unfähige nach oben befördern.

Ich habe natürlich selbst eine politische Meinung, daher sehe ich die größten Nullen der letzten Jahre bei Scheuer, Dobrindt, Klöckner, Spahn, Seehofer, Altmaier, Kramp-Karrenbauer, von der Leyen, ... und wie ist Olaf Scholz in seiner politischen Karriere zum Kanzleramt gestolpert? Doch nur durch Unfähigkeit der anderen. Eigentlich war das ganze Kabinett Merkel IV eine Katastrophe.

Weil ja ALLE Parteien nur Unfähige nach oben befördern.

Warum aber sollte dann jetzt das aktuelle Kabinett keine Katastrophe sein?

Klar, in den Ländern war auch hier und da immer mal etwas grün und gelb vertreten. Aber diese blanke Hass, der meiner Meinung nach am meisten den Grünen entgegenschlägt und die unterschiedlichen Maßstäbe, die an grüne/gelbe Politiker gelegt werden im Vergleich zu den schwarz/roten, die in den letzten 12-20 Jahren einfach den Karren gegen die Wand - oder, um im Forum zu bleiben: den Zug auf's Abstellgleis gefahren haben, führen einfach zu nichts.

Selbst du bezeichnest sie doch allesamt als unfähig.

Die unterschiedliche Wahrnehmung ist aber einfach zu erklären: CDU/FDP machen wenig Hehl daraus, die Welt aus Sicht des Kapitals zu betrachten. Dem Reichen muss es gut gehen, nur dann ist für die Armen etwas Brosamen übrig.

SPD, Grüne, Linke sagen es anders: dem Reichen muss ich Geld wegnehmen und es den Armen geben. Hinderlich ist dabei, dass man in den hohen Positionen natürlich selbst auch zu den Reichen zählt - das Abgeben an die Armen ist persönlich dann nicht ganz sooo ausgeprägt. Und natürlich erfordert der Widerspruch bzw der Zwiespalt dann nun mal mehr Erklärung und auch mehr Vorsicht. Wenn man dann aber auch vor allem an sich selbst denkt und fröhlich urlaubt oder sich ums eigene Image sorgt, dann ist das natürlich problematischer als bei bei Vertretern einer Denkweise, die das eigene Ich als Triebfeder allen Tuns in den Vordergrund stellt.

Schöne Grüße von jörg


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