Wer bewertet: Kunde oder Besteller? (Allgemeines Forum)

bendo, Dienstag, 12.04.2022, 21:37 (vor 1457 Tagen) @ Henrik

Das 9€-Ticket wird sich quasi jeder leisten können, der Nutzer/die Nutzerin bezahlt nur einen sehr kleinen Anteil der Kosten.


letzteres ist nun nichts Neues.

Die Bahnbetreiber kassieren das meiste Geld vom Staat. Die Transportleistung bezahlt also nicht der Kunde, sondern der Staat, eine Stelle, die die erbrachte Leistung nicht bewerten kann.


Das ist auch nur richtig so und war schon immer so.

Den Bahnbetreibern kann es also egal sein, ob diese eine zufriedenstellende Leistung bieten.


Wieso sollte dem auf einmal so sein?
Deren Verträge mit den Aufgabenträgern bleiben unangetastet.
Halten sie diese nicht ein, so hat das klare Konsequenzen.

Aber auch grundsätzlich ist die gebotene Leistung natürlich unabhängig vom Endkunden,
sondern abhängig von den Verträgen mit den Aufgabenträgern.

Hallo,
dass auch seither der Staat ordentlich hinzu butterte, war mir bekannt. Ich denke, es ist aber eine Frage des absoluten Betrags, der für den Kunden übrig bleibt: Ich schätze, dass oberhalb eines gewissen Betrags die Kunden das Verkehrsmittel abwägen, auch wenn dabei immer noch ein Anteil bezuschusst wird. Unterhalb dieses Betrags (quasi "geschenkt") wird es evtl. auf jeden Fall gekauft. Ich werde z.B. das 9€-Ticket kaufen, egal ob und in wie weit ich es nutzen werde. Für einen Monat ist das ja geschenkt...Inwieweit das auf die große Masse zutrifft, werden wir sehen...
Bezüglich der Leistung, die durch den Besteller geprüft wird, würde ich das etwas kleinteiliger betrachten: Natürlich prüft der Besteller ob z.B. die Züge fahren, oder ggf. auch wie es um die Pünktlichkeit steht. Daraus ergeben/ergaben sich auch schon Konsequenzen. Das tägliche Ambiente im Zug, die Sauberkeit, in welchem Umfang Toiletten zur Verfügung stehen etc., da habe ich Zweifel, ob dies so unmittelbar durch den Besteller geprüft und bewertet wird. Das sind doch eher Dinge die dem Endkunden unmittelbar ins Auge stechen, diesem auffallen und (auch wenn es sich manchmal einer sachlichen Bewertung entzieht) dazu führt, dass der Kunde mit dieser gebotenen Leistung nicht einverstanden ist.
Gruß, bendo


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