Fahrplan: erst international, dann national? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 01.12.2021, 18:11 (vor 1604 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo Alibizugpaar,

Ich bin auch kein Freund davon, daß einzelne Regiohalte ohne sehr zeitnahe Alternative entfallen sollen, nur weil ein schneller Einzelläufer vorbei will.

2002 gab es noch einen SPR Arnhem-Utrecht, ohne Halt in Maarn, damit der ICE nicht zu viel behindert wurde. Der IC hielt in Ede-Wageningen, der IR auch noch in Driebergen-Zeist, aber nicht in Veenendaal-De Klomp. Entspricht also Deine Situation.
"Lösung": der Sprinter fuhr nicht weiter als EW und VdK wurde IR-Halt.
2007: 2 IC und 2 IR wurden 4 "IC" mit Bedienung EW immer und DbZ/VdK abwechselnd.
2021: zusätzlich schneller IC Arnhem-Utrecht mit Halt nur in EW.

Wovon ich allerdings auch kein großer Freund bin, das sind Trassenbelegungen von sehr kleinen Triebwagen, die aus verschiedenen Gründen hintereinander her fahren statt gemeinsam gekuppelt bis zu einem geeigneten Trennungsbahnhof.

Dieses Problem haben wir nicht, dafür aber ein anderes: SPR Utrecht-Rhenen verkehrt in 15-Minutentakt, der "IC" in annähernd 10-Minutentakt. Alles auf 2 Gleisen mit nur die Überholung in DbZ. Da muss der ICE International noch dazwischen.

Darum halte ich es schon sehr lange für außerordentlich wichtig den schnellen Fernverkehr auf eigenen neuen Gleisen weitestgehend von langsamen Regios und Cargos zu trennen.

Das ist inzwischen der Fall auf Utrecht-Amsterdam, wenn auch nur bis Amsterdam Bijlmer und nicht schneller als 140 km/h. Na gut, nach Bijlmer ist man schon im Amsterdamer Stadtgebiet und dort geht alles langsam, vom "Sprinter" bis zum ICE.

Denn es muß tatsächlich möglich sein dürfen extra schnelle Sprinter für den quasi Punkt zu Punkt-Verkehr anzubieten. Diese Trassen muß man wie gesagt vorab mit einplanen. Ich bin mir nicht sicher, daß es ein Vorteil ist das Schienennetz so eng getaktet und dicht zu belegen, daß keine Luft für gar nichts mehr bleibt.

Wenn also in vielen Jahren die NBS

Hamburg/Bremen - Hannover/Bielefeld
Eisenach - Fulda - Frankfurt/M - Mannheim
Würzburg - Nürnberg
Stuttgart - Augsburg

Extra auf meiner Wunschliste stünde noch eine Beschleunigung Berlin - Halle auf Tempo 250-300.

in Betrieb gehen, dann sind wir ein ganzes Stück weiter hin zu mehr Fahrplanstabilität und Möglichkeiten für Schnellverkehre.

Dann muss aber der ICE-Sprinter seine Vorteile zum "normalen" ICE ausspielen können, sonst wird er hinter einem haltenden ICE herbummeln. Also am besten (wenn auch wegen Lokalpolitik unwahrscheinlich):

+ Fernbahnhof (+ nachhaltige Wachstumsregion) "Walsrode ICE" (Kuppeln/Trennen HH/HB hier und nicht mehr in Hannover)
+ Nordwest-Bypass Hannover, damit ein ICE Hamburg-Bielefeld Hannover ohne Halt vorbeifahren kann
+ Frankfurt: Sprinter hält in Frankfurt Süd, nicht in Hbf
? Umfahrungen Ulm und Würzburg (wenn Mannheim schon nicht geht, kann man das hier vermutlich definitiv vergessen)

Dazu gehört natürlich eine Neusortierung der Knoten Köln und Frankfurt.

Eine Idee wäre noch Frankfurt Stadion als "Frankfurt ICE". Von Fulda kommend steigt man hier um nach Köln und nicht mehr im Hbf. Genauso Mannheim-Nürnberg.
Mit Frankfurt 21 erübrigt sich das aber.

In Köln wäre ich zum Beispiel für einen kompletten Neubau des Bf Deutz mit mehr Tiefgleisen für den Fernverkehr. Über die Hohenzollernbrücke zum Hbf würde es nur noch die ICE geben, die nach Koblenz oder Belgien wollen.

Sprich: "Köln ICE".

Problem ist dann, dass die Internationalen dann keinen gemeinsamen Takt mehr bilden können. Denn der Brüsseler wird im Hbf halten, der Amsterdamer in "Köln ICE" (die von mir erwünschte Rennbahn Köln-Utrecht, die für beide den Halt im Hbf ermöglicht, wird nicht vor 2060 da sein, denn 20 Jahre Planfeststellung und 20 Jahre Bauzeit).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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