Fahrplan: erst international, dann national? (Allgemeines Forum)

naseweiß, Dienstag, 30.11.2021, 21:45 (vor 1604 Tagen) @ Oscar (NL)

Oh Ironie 2: hier in NL haben eurostar, Thalys und Brüssel-IC Zugnummern im Bereich 9000-9499, oberhalb der allermeisten nationalen "IC"s.

Ist das nicht einfach eine Besonderheit der TGV, von denen Thalys und Eurostar widerum Derivate sind?

Bei uns in NL gibt es eine stündliche Highspeedtrasse auf der HSL-Zuid für eurostar und Thalys.

Das ist doch eine Halbstundentrasse! Ab Amsterdam C um :15 und :47.

- Thalys: 06:15 - 20:15 (ohne 12:15, (14:15))
- Eurostar: (07:47), 13:47, (16:47), 18:47
(Eurostar: Fahrplanauskunft wirft nur 2 Züge aus, hier nach aber 4).

Die internationalen Züge könnten sicher im Stundentakt je nach Paris und London fahren, auf Amsterdam-Brüssel zusammen ein Halbstundentakt. Dass weniger fahren liegt eher an der Nachfrage als an den Trassen in den Niederlanden. Nach Paris könnte man die Kapazität sicher erhöhen, indem man Doppeltraktionen fahren lässt. Fahren bisher überhaupt Thalys-Doppel bis Amsterdam?

Aber der ICE International muss sein weg mehr oder weniger zwischen den 10-Minutentakt "IC"s Arnhem-Utrecht-Amsterdam suchen.

Das ist natürlich etwas schwieriger, da hier mehr IC und Sp verkehren mit mehr Zwischenhalten und auch Güterzüge. Auf der Strecke nach Brüssel stehen bis Antwerpen Schnellfahrstrecken zur Verfügung.

Denkbar wäre zum Anfang ein schneller Stundentakt Frankfurt-Frankflug-Köln Hbf (nur diese Halte), und ab dort abwechselnd nach Amsterdam und Brüssel. Züge von NS und NMBS verdichten die Achsen ab Köln zu Stundentakt.

Ab Frankfurt ist das annähernd der Fall.
- nach Amsterdam: 05:28, 07:28, 09:26, 11:26, 13:26, 16:28, 19:28
- nach Brüssel: 06:28, 08:16, 10:26, 12:28, 14:26, 16:28, 18:28

Abweichungen: Nur der Zug um 08:16 hat abweichend die Zusatzhalte Limburg und Montabaur und der um 05:28 den in Siegburg/Bonn. Die Züge um 15:28 und 17:28 (Amsterdamer Takt) fehlen, dafür um 16:28 ein Flügelzug.

Auf Köln-Brüssel bilden ICE und Thalys einen annähernden Stundentakt.

Auf der Achse Arnhem-Amsterdam wird dann der 10-Minutentakt geplant, wobei man dann die Wahl hat zwischen Integration der Internationalen oder der Gestaltung einer langsameren Trasse für die nationalen Taktzüge.

Nicht einfach und nicht optimal, irgendeine Lösung sollte aber möglich sein.

Wenn man diese Grundlage hat, dann sollte es doch möglich sein, auf dieser Art und Weise einen "Europatakt" zu gestalten. Und zu diesem Europafahrplan werden dann die nationalen Fahrpläne geschrieben. Vielleicht gibt es dann auch eher Anlass, internationale Angebote zu verbessern (z.B. wie schon öfter erwähnt eine Rennbahn Köln-Utrecht damit NL und DE eine Stunde näher zueinanderkommen).

Bei der anfänglichen Rede wie sich der nationale Taktverkehr am international auszurichten hat, dachte ich vor allem an die ehemalige EC-Linie Hamburg-Berlin-Dresden-Praha-Bratislva-Budapest, bzw. auch die RJ-Linie (Berlin-)Praha-Wien-Graz. Entlang dieser Strecken gibt es nirgendwo einen 10-min-Takt. Stattdessen ist dieser internationale 2h-Takt auf einigen Abschnitten die einzige Fernverkehrslinie, z.B. im Abschnitt Berlin-Dreden-Usti oder von Brastislava bis Budapest. Zusammen mit den RJ Praha-Wien-Graz bildet diese Linie das Rückrat im tschechischen Fernverkehr. Diese Achse hat eine sehr wichtige Bedeutung die jeweiligen nationalen Züge haben sich danach auszurichten.

Gruß, naseweiß

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