IT: Terzo Valico. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 23.11.2021, 15:35 (vor 11 Tagen) @ MartinN

Hallo MartinN,

Es fehlt noch Mailand-Genova-Marseille. Mailand-Pavia-Tortona ist für 160 km/h geeignet und viel schneller wird es dort vermutlich auch nicht.

Wobei dort ja die Po Ebene ist in Italien und zumindest geographisch nicht all zu grosse Hindernisse da wären.

Vermutlich stehen die Kosten nicht im Verhältnis zum Nutzen. Genova ist Ende der Strecke, man hat ab dort die Wahl zwischen Novara (Güter) und Mailand/Turin (Personen). Die Strecken verzweigen sich bei Serravalle Scrivia.
a. Nach Turin ist die Strecke via Alessandria schon für 150-180 km/h ausgebaut.
b. Nach Novara gibt es eine gut ausgebaute Cargobahn via Alessandria und Valenza.
c. Nach Mailand ist die Bestandsstrecke für 160 km/h ausgebaut.

Klar könnte man für c. eine Rennbahn bauen, mit Ausfahrten bei Pavia für Frecciabianca/IC (immerhin Provinzhauptstadt mit 72.000 Einwohnern). Der Frecciarossa/Frecciargento könnte Mailand-Genova nonstop fahren. Nun hat diese Strecke offenbar nur wenig Potential in Vergleich zu Mailand-Venedig oder Mailand-Rom.

Zwischen Tortona-Genova soll eine Rennbahn kommen, weitestgehend in Tunneln.

Aber ist es da nicht dasselbe wie bei uns in der Schweiz mit Gotthard/Ceneri und Lüötschberg/Simplon?

Nicht ganz. Heute schon gibt es zwei Strecken Genova-Serravalle nebeneinander. Die eine ist kurvenreich und mit der alten Gotthardstrecke vergleichbar. Die andere ist entschärft und hat einige 150 km/h Abschnitte.
Wenn die Rennbahn in Betrieb geht, werden die Fernzüge, die jetzt noch via ABS fahren, diese befahren; nachts verkehren dort Cargos. Die restlichen Cargos befahren die ABS (da sind ja Trassen frei geworden). Über die Altstrecke fahren nach wie vor die Regios.
Heisst also, dass man die neue Tunnelbahn weitestgehend als reinrassige 250 km/h Rennbahn betreiben kann.

Ich nehme mal an, dass die Fernzüge Mailand-Marseille dann nicht mehr in Genova Piazza Principe halten, sondern in Genova Voltri (Stadtmitte ereichbar per S-Bahn). In GE-P.P. dann nur die Züge die dort enden sowie Züge die Richtung La Spezia und Livorno weiterfahren.

Genova-Marseille: wünschenswert wäre auch hier eine reinrassige Rennbahn, aber die Landschaft ist auch hier nicht gerade einfach. Zudem kann man Imperia-Grenze schon mit 180 km/h befahren.

Ja allerdings, es ist schwierig und wahrscheinlich auch sehr kostenintensiv. Egal ob man mit dem Zug oder auf der Autobahn fährt 3/4 davon sind im Tunnel.

Bis Cannes ist die Landschaft zu schwierig und zu dicht besiedelt. Von Cannes aus könnte man eine Schienen-A8 bauen via Les Arcs-Draguignan nach Aix-en-Provence; eine abgespeckte LGV PACA. Leider lässt man dann die westliche Côte d'Azur aus (St. Raphaël-Valescure, Hyères, Toulon). Gut, dafür kann man dann ein IC-Produkt Cannes-Marseille anbieten; muss nicht unbedingt Highspeed sein.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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