Was das Arbeiten angeht wenig Ahnung? (Fahrkarten und Angebote)

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 16.05.2021, 19:41 (vor 69 Tagen) @ J-C

und ich habe die Frage nach dem Anhaltspunkt für die Kurzstrecke gestellt. Mag sein, dass 1500km die Zuordnungsgröße ist. Aber 920km ist für mich keine Kurzstrecke.

Darauf hin hast du auf den NJ verwiesen. Dein gutes Recht, nur solltest du auch Argumente akzeptieren, die gegen den NJ sprechen.

Ich habe mich gar nicht auf die Kurzstrecke bezogen. Was auch immer ich als Kurzstrecke definiert hätte, wäre als Einzelmeinung ohne weiteres ohnehin irrelevant. Deswegen verwies ich auf die Politik, diese hat die Ressourcen, um fundierte Einstufungen vorzunehmen.

Und ja für mich beginnt der Urlaub am Ort des Ziels. Auch wenn ich regelmäßiger und ein Freund vom Bahnfahren/Bahnfahrer bin, so muss ich meine Zeit die ich für meinen Urlaub im Jahr habe, gut einteilen. 30 Tage sind schnell aufgebraucht.

30 Tage? Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so wenig. Da kann ich mir persönlich einen schönen Urlaub für ein paar Tage am Strand in bella Italia vorstellen, Anreise natürlich im Nightjet.

Dann setze mal ins Verhältnis - wenn du im Gegensatz dazu ca 220 Arbeitstage auf 52 Kalenderwochen verteilt hast. Und 30 Tage kannst/darfst du nie am Stück nehmen. Das verteilt man auf das Jahr. Dazu gibt es (sicher auch in Österreich) ein Urlaubsgesetz.

Urlaub brauche ich nicht nur zur Erholung, sondern auch für den ein oder anderen Termin.

Wenn du einen Termin hast, ist es kein Urlaub, sondern eine Dienstreise. Und wenn es darum geht, im Zug kann man jedenfalls gut arbeiten, ist m.M.n. gegenüber einem Büro auch etwas abwechslungsreicher.

Auch hier: Arzttermine oder Behördengänge sind keine Dienstreise. Termine müssen nicht per se immer mit der Arbeit verbunden sein. Auf einen Facharzttermin hat der Kassenpatient wenig Einfluss. Nicht jeder kann so flexibel arbeiten, dass er für die Zeit seine Arbeit per (digitaler) Stempeluhr unterbrechen.

Dafür stundenlang im Büro sitzen und Überstunden für freie Tage herausarbeiten ist weder eine Freude für mich, noch für meinen Chef ein Idealziel. Allein, dass du diesen Umstand nonchalant ignorierst zeigt, dass du noch nicht wirklich über einen längeren Zeitraum im Arbeitsleben gestanden bist. Das wird sich schlagartig ändern, sofern du mit deinem Studium fertig bist und einer nicht selbstständigen Arbeit nachgehen solltest.

Ich weiß nicht, was man daran stundenlang planen soll. Einfach sagen, in welchem Zeitraum ich reisen will, Urlaub finden, Reise mal eben in der App gebucht, fertig.

Auch hier hast du den Sinn nicht erfasst. Es geht um das Sammeln von Überstunden für einen oder mehrere freie Tage, wenn der Urlaub entsprechend verplant ist - etliche Unternehmen fordern bereits zum Jahresanfang eine verbindliche Jahresfestlegung. Viele Unternehmen haben inzwischen eine Regelung was an Plus oder Minusstunden möglich ist. Bist du außerhalb des Rahmens, greift (bei uns sogar für die Führungskraft verpflichtend) ein sogenanntes Fürsorgegespräch.

Daher kann das Flugzeug durchaus eine Alternative sein - insbesondere dann, wenn ich am Ende des Tages einen ähnlichen Betrag vom Konto oder der KK belastet bekomme als mit der Bahn. Außerdem sind die Kosten zum/vom Flughafen Düsseldorf/Wien zu vernachlässigen. 7€ für für 2 Zusatztickets zum Monatsticket und dann nochmal 2€ in Wien für das Ticket in die Stadt, geschenkt.

Aber was genau musst du beim Flieger weniger planen als beim Zug?

Ganz einfach. Wenn ich an einem Montag nach Wien um die Mittagszeit fliege, bin ich am frühen Nachmittag in Wien und kann vielleicht noch Freunde zum Abendessen treffen etc. Fahre ich mit dem NJ, ist ein ganzer Tag - für mich - verloren. Das ist kein idealer Urlaubsstart.

Zum Thema WLAN, kann ich nur berichten, dass es in Deutschland Züge und Orte gibt, wo man das im IC nicht nutzen kann und auch Regionen auch 2021 vorhanden sind, wo nur Notrufe möglich sind. Das ich dann mal 100min im Flieger (bleiben wir bei dem Beispiel Düsseldorf-Wien) nicht erreichbar bin, darauf kann ich mich einrichten. Wenn ich aber dann durchs Eggegebirge ohne WLAN und LTE kurven muss, nervt das und wirft kein gutes Licht auf die Bahn und das eingesetzte Material.


Ich kenne mich mit dem WLAN in Deutschland weniger aus, aber wo ich in Deutschland unterwegs bin, ist das Internet prinzipiell ganz gut. Und wenn es kein WLAN ist, kann man immer noch das mobile Internet nutzen. Wie gesagt, das geht im Flugzeug gar nicht, also man hat es schonmal grundsätzlich. Wo ich unterwegs bin mit ausreichend hoher Zuverlässigkeit.

Ich hab es mal hingekriegt von Bregenz nach Wien an einer Abgabe für meine Studien zu arbeiten und das Internet funktionierte abseits vom Arlberg durchgehend gut. Auch in Deutschland.

Das ist schon für dich. Aber wie die Arbeitswelt so richtig funktioniert (und das dürfte in Österreich oder Tschechien ähnlich wie in Deutschland sein), hast du relativ wenig Einblick. Ansonsten würdest du anders argumentieren.

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Gruß
Uwe


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