Denke mal über deine Diskussionskultur nach (Fahrkarten und Angebote)

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 16.05.2021, 13:15 (vor 77 Tagen) @ J-C

Hallo J-C

was willst du damit sagen/fragen? Den NJ kenn ich durchaus, aber bist du dir im klaren bzw hast du inhaltlich verstanden, was ich angeführt habe?

Es ging um die Reisezeit und wie dabei mehr Urlaubszeit flöten ginge (Für mich ist ja die Reise selbst schon Teil des Urlaubs, aber natürlich ist es nachvollziehbar, wenn für einen nur das Ziel interessant ist.

Es geht um eine Verbindung nach Wien, ja. Wenn man Dortmund als Start (und östlichsten Punkt im Ruhrgebiet) ansetzt, so ist man in 9h mit Umstieg in FraFlug oder 11h direkt (ohne Umsiteg) am Hbf in Wien.

Jetzt geht's um Dortmund, vorher um Köln, gut gut.

Köln oder Dortmund macht den Kohl nicht mehr fett. Das sind vielleicht 2h weniger. Aber immer noch mehr als 10h im NJ.

Ich habe auch erwähnt, dass ich in 6h von meiner Wohnungstür - Flug nach Wien - am Check in im Hotel in Wien (Nähe zum Karlsplatz) war. Das schafft die Bahn überhaupt nicht.

Und auch für den NJ muss ich Zeit und teilweise nicht unerheblich Geld investieren. Als ich 2019 in Lienz war, bot sich der NJ zum Austesten als die ideale Gelegenheit. Nur sind Preis (319,00€ im Schlafwagen für 2 Personen) und 16h Fahrzeit (Düsseldorf - Lienz) kein Argument gegen den Flieger. Das ist dann nur für Bahnfreunde ein wirkliches Erlebnis. Aber zeitlich geht bei diesen 16h in Relation ein Tag Urlaub drauf. Nicht jeder plant wie du sein Studium um seine Freizeit herum und auch Urlaub ist bei einem Großteil der Menschen mit geregelter Arbeitszeit im Jahr auf max 30 (36 bei regelmäßiger Samstagsarbeit) Tage begrenzt.

Wenn das alles so furchtbar wäre, wieso sind die Züge eigentlich ausgebucht? Es gibt offensichtlich für sowas eine Kundschaft. Zu der Zeit, mit der man im Nightjet man am Ort ankommt, kannst du das nicht mit dem Flieger hinkriegen, sofern du irgendwie ausgeschlafen sein willst.

Mag sein. Aber die Nacht ist Zeit, die man zusätzlich investieren muss.

Dann hat man einen ganzen Tag, kann sich vielleicht 1, 2 Hotelübernachtungen sparen, hat aber immer noch was davon. Und wenn's ums Gepäck geht, Schließfächer gibt's ja beidseitig. Hab selbst mal ein Schließfach genutzt und hab damit gute Erfahrungen gehabt.

Nein es ist zusätzliche Zeit, die auch bezahlt wird. Und 159€ (wenn man meinen Preis pro Person ansetzt) ist schon 5* Luxus Nacht direkt am Stephansplatz und nicht auf einer 80cm Pritsche. Das Verhältnis ist mehr als schief.
Schließach ist vielleicht bei ein oder zwei Reisenden sinnvoll. Aber was machst du mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern und entsprechend Gepäck (inkl vorhandenem Kinderwagen)?

Das Konzept Nachtzug - ausgeschlafen am Urlaubsort ankommen - ist aber ein reines Werbeversprechen, da wie auch schon andern Orts im Thema angemerkt - jeder ein eigenes Schafverhalten hat und ein nicht unerheblicher Teil der Fahrgäste dann durchaus "gerädert" den Urlaub beginnt. Auch kein idealer Start.

Also offerier mir eine Bahnverbindung Dortmund - Wien in unter 6h und ich werde mir das anschauen und dann entscheiden, die Argumentation pro Flieger zu überdenken...

Brauch ich nicht. Bei der Strecke würde ich mit maximal einem Umstieg bis nach Wien kommen, beim Flieger muss man immer noch per Railjet oder S-Bahn erstmal nach Wien kommen.

An sich korrekt. Aber Düsseldof - Wien ist eine Flugzeit von 100min. Düsseldorf-Wien auf gleicher Strecke mit dem Zug ein Vielfaches mehr als 100min

Die eingangs gestellte Frage, wo die Grenze für Kurzstreckenflüge liegt, bleibst du aber schuldig...


Das ist mir völlig egal. Das soll die Politik entscheiden, wenn sie ein Interesse daran hat. Das ist nicht mein Job, es dir zu sagen.

Sollte es nicht, weil du damit einer sachlichen Argumentation mit für und Wiede aus dem Weg gehst.

--
Gruß
Uwe


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