Pros und Cons von Deutschlandtakt (Sammelantwort). (Allgemeines Forum)

Münchner, Mittwoch, 07.08.2019, 11:20 (vor 2483 Tagen) @ Oscar (NL)

Das mag stimmen für die Oma aus Pinneberg, die dann 1x pro Woche ihren Direktzug nach Reit im Winkl hat. Dass ihr Zug nicht 7x sondern 70x hält (weil es noch einige Dutzende von Orten gibt, wo Zeitgenossen besagter Oma wohnen), durfte Oma egal sein; Hauptsache: sie erreicht ihr Reiseziel auf ihren reservierten Sitzplatz. Was ansonsten alles an Zügen fährt ist egal, was zählt, ist nur der gebuchte Platz im gebuchten Zug.

Problem ist nur, dass es noch 1000 Orte wie Pinneberg gibt und noch 100 Reiseziele wie Reit im Winkl. Wie sollte man diese 100.000 erwünschte Direktverbindungen hinkriegen, wenn die ganze Kurswagenverschiebungsinfra wegrationalisiert ist?

Das ist ein Problem des Netzes und des Angebots. Es ist nicht realistisch, umsteigefrei von jeden Ort an der anderen zu kommen.

Es braucht immer Züge, die lange Strecken schnell zurücklegen und dabei wenig halten. Und dafür dann welche, welche die Verteilung in die Fläche übernehmen.

Auch die Oma kann von Pinneberg nach Hamburg fahren, dort in den ICE nach München steigen, und in München nimmt sie den Regionalzug nach Chiemsee oder wo der nächste Halt ist. Dann halt weiter mit dem Bus.

Ich sehe das Problem nicht an den Umstiegen an sich, sondern daran, dass mit der aktuellen Zuverlässigkeit Umstiege oft nicht klappen und dann geht das Rennen und Umplanen los.


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