Bundespolizei empfiehlt achtsames Handeln und Zivilcourage (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 26.07.2019, 03:26 (vor 2456 Tagen) @ schlaufuxxx
bearbeitet von Henrik, Freitag, 26.07.2019, 03:30

Selbst schuld also. Verstehe.

Was genau ziehst du zur Rechtfertigung der anderen Taten heran?

Selbst schuld?

Rechtfertigung anderer Taten?

was redest Du da?

Du scheinst gerade Selbstgespräche zu führen, hm?

Das sind Deine Worte, Deine Selbstgespräche.

"Bist Doch selbst schuld, Junge.
Der Typ hat doch auch andere beklaut, bedenke das doch mal.
"

Nützt ihm das irgendwas? nöö, nichts.

Im dritten genannten Vorfall schritt eine dritte, unbeteiligte Person ein, trennte die beiden und fotografierte den Täter, was letztendlich zur Identifizierung und Festnahme des Täters 4 Tage später führte.
Auch daraus kann man lernen. Das nennt man Zivilcourage!

Achso. Zivilcourage also.
Hast du dieses: "es trifft nicht immer nur die falschen.." also auch von einem Kurs für Zivilcourage gelernt? Oder woher hast du das, dass es richtige und falsche Opfer gibt?

Das sind Deine Worte, Deine Gedanken. Frag Dich selbst, woher Du das hast.

und nun überleg mal,
sind zu Zeiten der Berichterstattung dieses Falles in den Medien die Anzahl der per Anhalter alleinreisenden jungen Frauen in Leipzig wie auch Oberpfalz
- deutlich zurückgegangen
- gleich geblieben
oder
- deutlich angestiegen?

Der Mord dient also Präventionszwecken, oder wie sind deine kruden Gedankensprünge zu verstehen?

Der Gedankensprung "Mord dient also Präventionszwecken" ist Deiner.
Frag Dich selbst, wie das zu verstehen sei.

Jede Eltern warnen Kinder, vor allem Töchter vor sowas.

Dann ist die Tochter in deiner Kategorie: "Selbst schuld, du hättest es wissen können" also gut aufgehoben.

Es sind nicht meine Worte, nicht meine Kategorie.
Du sprichst von Schuld einer anderen Person.

Die Eltern werden es in diesem Falle nicht mehr ihrer Tochter sagen können, würden es auch nicht tun.
Und doch machen sie sich gewiss Selbstvorwürfe. Das ist nunmal leider so.

Nehmen wir mal allgemein die Vergewaltigung, die ja auch hier als Tat im Raume steht.
Was machen Vergewaltigungsopfer? sie machen sich Selbstvorwürfe. Wie krude sich das auch immer anhört, sie machen es. Hauptbestandteil der Therapie besteht darin, sie von diesen Selbstvorwürfen zu befreien.
Können wir noch viel weiter fassen. Es gibt nen Club der "als einzige Flugzeugabstürze überlebende". Diese eint die Selbstvorwürfe, anstatt die Freude des Überlebens.

Schuldvorwürfe anderer gegenüber, wie Du es ja meinst hier thematisieren zu müssen, kennen wir auch aus unserem Bereich vergleichbar. Hier gab es mehrmals Äußerungen, die Eschede ICE 884 Opfer seien ja selbst schuld, sie hätten ja die Notbremse ziehen können. Die aus dem vermeintlichen Gegenzug womöglich auch noch. Schnapp Dir mal besser solche vor!

Es ist nicht erwiesen, dass er ein Mörder ist.

Wäre dir der Begriff "Töter" lieber? Geständnis hat er schon abgelegt.
Das mit den Mordmerkmalen wird auch noch klappen.

ach herrje.. ;)
Du kannst ihn nennen wie Du willst - lesen wird er es hier eh nicht.
Womöglich ist er auch Mörder. Erwiesen ist es nicht (zumindest nach Lesen des Spiegel-Artikels). Für die Urteilssprechung ist das dann relevant, geht ja auch aus dem Artikel hervor.
Mir ist diese Wortklauberei relativ egal.. passt schon.
Warst es nicht Du, der andere versuchte darüber aufzuklären, dass es sich eben nicht um Betrug handelt, wo diese von Betrug sprachen? (Deine Ausführungen dort damals klangen für mich plausibel, nur das Nachhaken, nachdem von den anderen nichts mehr kam, täte aus meiner Sicht nicht Not)

Es gibt Frauen, die nicht vergewaltigt worden wären, wenn sie keinen kurzen Rock getragen hätten?

Na so langsam geht dir wohl ein Licht auf...übertrag das mal auf den anderen Fall....
zu der räuberischen Erpressung des 14-Jährigen schweigst du dich ja lieber gleich mal ganz aus. Da fällt dir wohl nicht viel ein, warum es hier "keine falschen" getroffen hat.

wollen wir differenzieren oder pauschal urteilen und total humorlos durch die Welt wandern?

Natürlich gehts um Vorkehrungen in Verhältnismäßigkeit.
Prävention spielt da eine große Rolle. Die Verantwortlichen in diesem Bahnbereich (Bundespolizei, Bahn etc) reden davon, dass durch Prävention, durch Aufklärung hauptsächlich die Straftaten zurück gegangen seien. Insofern finde ich es schon bedauerlich, dass die tz nicht die Hinweise der Bundespolizei erwähnte.

Kommen wir zurück,
Du unternimmst mit Deinen 4 besten Kumpels nen anlassbezogenen Trip nach Rio.
Dort trefft Ihr ein Mädel, die Ihr kennt, aber alles andere als sympathisch ist, so eine abgehobene überhebliche. Ihr könnt die nicht ab. Aus gleichem Anlass ist sie da. Mehr als Smalltalk ist da dann auch nicht. Sie schaut immer mal in aller Öffentlichkeit auf ihr neues iPhone.
Vielleicht warnt Ihr sie noch, dass es gewisse Stätte, Gassen gibt dort, wo man das Handy besser in der Hosentasche lässt und nicht so zeigt. Wie auch immer. Abends will sie noch in die Favelas, sich das da mal anschauen, allein.
Am nächsten Tag trefft Ihr sie wieder. Ohne iPhone, Handy ist weg, geklaut worden, in den Favelas. Aus der Hand rausgerissen worden. Sonst nichts passiert, keine Gewalttat, aber Handy weg.
Ihr äußert Euer Bedauern, bla blubb... etc und man sieht sich ja bei der Veranstaltung/..
Kaum ist sie weg, lässt einer Deiner Kumpels den hämischen Spruch fallen "na, da hats mal die richtige getroffen". Die anderen vier schmunzeln/lachen - und was machst Du?


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