Grenzkostenrechnung statt Vollkostenrechnung (Fahrkarten und Angebote)

ThomasK, Samstag, 15.09.2018, 13:31 (vor 2747 Tagen) @ MichiS
bearbeitet von ThomasK, Samstag, 15.09.2018, 13:32

Dieses komplizierte Rabattsystem ist mittelbar auch eine Folge der falschen Verkehrspolitik.

Es liegt in der Aufgabe des Bundes, die Fixkosten der Schiene direkt aus dem Verkehrsetat zu bezahlen, die Trassengebühren- und Stationsgebühren auf die Grenzkostenrechnung umzustellen und durch eine vernünftige Verkehrspolitik die Bahn bedarfsgerecht auszubauen.

Da bei einer Zugfahrt ca. 60 - 70 % Fixkosten sind, könnte bei so einer Verkehrspolitik sofort der Normalpreis halbiert werden. Dann braucht man auch nicht mehr so exzessive Schleuderpreise.

Die Grenzkosten für einen Sitzplatz 2. Klasse bei einer ICE-Fahrt liegen bei etwa 3 Cent pro Kilometer. Wenn also beispielsweise eine Fahrkarte im ICE von Hamburg nach München angeboten wird, dann liegen die Grenzkosten für die Deutsche Bahn etwa bei 24 € in der 2. Klasse.

Klar, die Deutsche Bahn baut viel Mist, was aber keine Entschuldigung dafür ist, dass der Bund seine eigenen Hausaufgaben nicht macht.


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