NL: IC200 mit DE-Paket? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 07.09.2018, 12:01 (vor 2785 Tagen) @ SPFVG

Hallo SPFVG,

...Berlin-Utrecht doppelt fahren und ab dort 1 Zugteil Den Haag, 1 Zugteil Rotterdam. Hinzu dann ICE International Frankfurt-Amsterdam und alle 5 NRW-Grossstädte (K/D/DU/E/DO) und 3 NL-Grossstädte würden angesteuert.

Ja, so ein Flügelmodell hatte ich auch im Hinterkopf, wird aber nun leider nichts, der ICE4-International ist erstmal gestrichen und es kommen nur neue ICs. Von daher wirds damit leider nichts :(

Was auch noch mitspielt, ist die Korridorengedanke bei NS und Prorail. Bis 2007 gab es noch eine Direktverbindung zwischen Arnhem und Den Haag/Rotterdam; auch noch als IR. Ab 2007 wurde zuerst der IR geopfert (IC würde dann öfter halten -> "IC"), der 15-Minutentakt eingeführt und zwei feste Korridoren definiert:

1. Eindhoven/Nijmegen - Utrecht - Schiphol/Alkmaar
2. Leeuwarden/Groningen/Enschede - Amersfoort - Amsterdam/(Utrecht - Den Haag/Rotterdam)

Die Anzahl aller Direktverbindungen blieb weitgehend dieselbe, die Anzahl unterschiedlicher Direktverbindungen wurde kleiner, aber dafür wurden die verbliebenen Direktverbindungen öfter angeboten.
Somit erwarte ich keinen Direktzug Arnhem-Den Haag, geschweige Berlin-Den Haag/Rotterdam. Zumindest nicht von NS. Aber vielleicht liest jemand von Flixtrain hier mit...;)

Oder sind von den NS IC200 auch optional 15kV-Versionen bestellt worden?

Von konkreten Bestellungen von Auslandsvarianten ist mir nichts bekannt.
Logischerweise braucht NS unbedingt einige Garnituren für den AmBrüx (1500 V= + 3000 V= + 25kV~).
NS hatte mal den Eindruck gegben, sie seien interessiert, nach Deutschland zu fahren.
Aber...

Das wäre vielleicht noch der letzte Strohhalm und Vmax 200 nach Berlin würde sicherlich auch reichen.

Nope, vielleicht hätte ich hier "IC"200 schreiben sollen.
NS zielt eher auf das 300 km-Segment. Denkbar wären:

1. Amsterdam-Osnabrück (somit stündlich Amsterdam-Hamburg möglich)
2. Amsterdam-Arnhem-Köln (Zusatz zum ICE International)
3. (Den Haag-)Eindhoven-Düsseldorf
4. Amsterdam-Heerlen-Aachen(-Köln)

Wenn NS Amsterdam-Berlin selber betreiben wollte, hätten sie wohl Velaros bestellt oder mit ICE4 oder IC-NEU mitgemacht. Die IC200 sind komfortmässig eher mit ICM-Triebwagen vergleichbar. Ich mag die Triebwagen, möchte dort aber keine 6 Stunden verbringen.

Ja dafür gibts auch schon ein Ausbauprogramm mit NBS und allem Pipapo:
http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-016-V01/2-016-V01.html

Sehe ich das richtig? Man erwarte nur stündlich ein schneller Zug und zweistündlich ein mittelschneller Zug? Halbstundentakt wäre m.M.n. doch das Minimum.

Pferdefuß ist aber ein neues Tunnel durch einen geologisch sehr instabilen Berg aufgrund mittelalterlichen Bergbaus. Dort ein Tunnel durchzubohren ist quasi wie ein Überraschungsei.

Ich war 2007 noch zwischen Madrid-Barcelona unterwegs. Ganz viele Bergketten standen unsere Strecke dort im Wege. Aber relativ wenig Tunnel. Offenbar fragile Gesteine. Man hat offenbar die Gesteine einfach weggesprengt/weggebohrt und als Rohstoff für die Betonwerke verwendet (Video, 2:39-2:46).
Gut, in solchen Gegenden wohnte auch kaum jemand. Daher in Deutschland vermutlich nicht machbar.

Na Roermond wäre egal, ich wollte in Venlo dann weiter in Richtung Krefeld/Düsseldorf/Köln. Nach feinerem Zoom in die Karte sah ich aber, dass das eine schlechte Idee ist, man müsste in Mönchengladbach und Düsseldorf Kopf machen. Auch nicht so das Wahre.

Also Venlo-MG-D-K hatte ich hier nicht im Gedanken. Mit der damaligen Situation eher Venlo-Köln als Umsteigeverbindung, dafür dann IC200 Venlo-Krefeld-Duisburg(-Dortmund?) und IC200 Venlo-Neuss-Düsseldorf(-Wuppertal?). Ab DU/NE/D ist man dann relativ schnell in Köln.

Mit der heutigen Lage wird es eher IC200 Eindhoven-Venlo-VIE-MG-NE-Düsseldorf (mangels geeigneter Infra 140 km/h vmax) und IC200 Arnhem-WES-OB-DU-D-Köln (setzt allerdings voraus dass die IC200 LZB haben -> ist Nachrüstung DU-D-K mit ERTMS Level 2 vorgesehen?).

Eben ... meine Rede. Einziges Problem mit 25 kV sind die Sicherheitsabstände. Aber mit Zweisystemfahrzeugen könnte man vielleicht auch einen Zwischenschritt einlegen und nur die freie Strecke mit 25 kV bespannen, in den Städten mit den vielen Brücken und sonstigen Kunstbauten bei 1,5 kV bleiben. Von mir aus auch beides kombinieren und Ballungsräumen, wo die Spannung in der HVZ einbricht, wenigstens auf 3 kV hochgehen. Man kann sicher auch ein Neufahrzeug bestellen, dass sowohl einen 25kV-Trafo hat, als auch mit 1,5 - 3,0kV Gleichspannung zurecht käme.

Die schrittweise Einführung von 25kV war auch meine Idee. Zuerst mal Amsterdam-Utrecht (etwa Amsterdam Holendrecht - Utrecht Zuilen), dann Utrecht-Arnhem und Utrecht-Meteren (somit keine Systemwechsel Amsterdam-Betuweroute-Zevenaar), dann Meteren-Eindhoven und Breda-Eindhoven (Rotterdam-Eindhoven ohne Systemwechsel), dann Eindhoven-Venlo (Rotterdam-Venlo systemwechselfrei, wichtig für die Cargos).
Die Strecken, wo 200 km/h wenig Sinn macht oder nicht nötig ist, kann man bei 160 km/h belassen und ggf. auf 3kV= umstellen. Das wäre eine vergleichbare Situation wie Italien. Auch Italien hat die nötige Systemwechselstellen; nu ist es so dass der IT-Regioverkehr komplett mit 3kV= fährt, während der FR-Regioverkehr 1500V= / 25kV~ fifty-fifty ist. Daher sind Mehrsystem-Regiotriebwagen in Italien relativ selten.

Ein wichtiger Unterschied NL-IT ist allerdings, dass der IT-Regioverkehr meist mit Zugverbänden dargestellt wird, während bei uns ab 2021 fast alles Triebwagen ist. So eine FS-E464 ist leichter nachzurüsten als ein IC200, VIRM oder Sprinter (ET425NL, ET1429NL oder Civity).

Tilburg: im Osten Durchfahrt von Stadtviertel; Tempolimit wohl eher wegen Schallquote als wegen Kurvenradius.

Interessant, in NL gibts ne Schallquote? In D kann man wie besagt mit 200 am Bahnsteig entlang rauschen, mit Geländer dann auch 230. Schade, dann muss man natürlich ne teurere HSL planen :(
(Oder könnte man mit leisen Zügen dann 200 fahren? Gibt ja jetzt Innelagerdrehgestelle mit Schallschutzschürzen)

Wir erinnern uns die HSL-Seifenoper und die Saga rundum der Gemeinde Lansingerland. Die Gemeinde hatte sich über die lauten Surrogatzügen beschwert. Schallquoten wurden ja berechnet anhand Angaben von Thalys und die damals vorgesehenen V250-Triebwagen. Statt V250 kamen aber die Surrogate, die offenbar viel lauter waren als die V250. Darauf forderte Lansingerland vom Staat eine finanzielle Entschädigung. Ich bin mir nicht sicher was da rausgekommen ist, aber demzufolge ist man bei schallempfindliche Sachen vorsichtig geworden.

Mit den neuen IC-Triebwagen soll aber (sieh Unterschrift) alles besser werden, also auch die Situation in Lansingerland.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum