Der böse Käufermarkt! (Allgemeines Forum)

gnampf, Samstag, 05.05.2018, 09:32 (vor 2961 Tagen) @ ICETreffErfurt

Dann haben die Hersteller eben nur noch die Wahl, das Produkt unter dem Herstellungspreis zu verkaufen oder gar keinen Auftrag zu haben.

Also hat der Verkäufer die Wahl zwischen Pleite gehen weil kein Auftrag und Pleite gehen weil mit jedem verkauftem Produkt noch Geld drauf gelegt werden muß? Man kann es sich bei einzelnen kleinen "Werbeaufträgen" leisten unter Herstellungspreis zu verkaufen, wenn damit die Chancen groß sind anschließend einen lukrativen Großauftrag an Land zu ziehen der das wieder ausgleicht. Aber du kannst niemals einen Großauftrag annehmen wenn er nicht mindestens die Kosten deckt, und zwar sowohl Herstellungs- als auch Folgekosten wie Gewährleistung.

Die DB stellt manchmal Forderungen, die die Hersteller gar nicht erfüllen können. Das sie trotzdem zusagen ist eher dahingehend, dass sie am Leben bleiben wollen. Die Marktmacht der DB ist einfach zu groß.

Ja und? Mach ich auch. Werden dann halt auch einfach nicht erfüllt. Irgendwann einigt man sich dann auf was realistisches. Natürlich bekommt die DB dabei bessere Preise als ich, immerhin ist ihr Auftragsvolumen entsprechend größer. Aber wenn ihr einer 'nen Großauftrag unter Preis verkauft ist er entweder dumm (und hat die Pleite verdient, fragt sich nur wie er groß genug für die DB wurde) oder staatlich gestützt.

Und wenn sich die Hersteller zusammentun würden und würden alle der DB kein Angebot zu dem Preis machen, würde wieder das Kartellamt auf der Matte stehen und die DB-Manager würden sich bei der Politik ausheulen.

Dazu gehört wohl ein wenig mehr als kein Angebot abzugeben. Wie gesagt, kein Hersteller kann es sich leisten mit jedem verkauften Produkt Verlust zu machen, und entsprechend braucht es auch kene Absprachen.
Negativ für die DB ist es maximal insofern als das der Hersteller natürlich überall wo es nicht explizit spezifiziert ist das billigste vom billigsten nimmt, und das ggf. auch - oder erstrecht - wenn bekannt ist das die DB damit nicht leben kann... dann kann man nämlich da noch teure Nachträge schreiben um damit die Geschichte wieder was zu finanzieren. Und wenn du den Anforderungskatalog erfüllst hat die DB auch wenig Chancen dich aus der Ausschreibung auszuschließen, das kann sie nur über die Gestaltung der Anforderungen machen.

Ich sage voraus, dass sich an dem Zustand die nächsten 25 Jahre nichts ändern wird. Ausbaden dürfen es dann die Ingenieure beim Hersteller und ihr bei der Wartung..

Welche Firma soll es denn schaffen 25 Jahre lang nur Verluste zu machen?


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