Werden nicht Lebenszykluskosten betrachtet ? (Allgemeines Forum)

Höllentalbahn, Donnerstag, 03.05.2018, 20:42 (vor 2939 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Ja, der geforderte Sitzplatzpreis wird wohl kein Hersteller erreichen können. Das bedeutet, dass einfach jeder Hersteller versucht, den Preis so gut es geht, zu drücken.

Wenn du als Beispiel während des Projekts 1'000-mal vor dem Entscheid Preis oder Qualität stehst, wird dann einfach 1'000-mal nur nach Preis entschieden. Jeder Fall einzeln mag auch die Entscheidung nach Preis noch innerhalb der geforderten technischen Anforderungen sein. In der gesamten Summe an Entscheidungen werden aber dann beim gebauten Endprodukt (das bei Auftragsvergabe ja nur auf dem Papier existiert) erfahrungsgemäss wieder zig Schwachstellen zu Tage treten.

Die DB wird es sich dann wieder wie immer sehr einfach machen und einfach auf den Hersteller zeigen. Wenn der Hersteller aber ein paar mal die Frage zu Gunsten der Qualität beantwortet hätte, wäre sein Produkt teurer gewesen und der Konkurrent hätte den Auftrag erhalten. Als Hersteller braucht man aber Aufträge, weshalb das keine gangbare Option ist.

Es gilt letztlich auch in diesem Bereich: You get, what you pay for it. Es liegt an der DB, bei der Beschaffung die richtigen Vorgaben zu machen. Den Preis unrealistisch zu drücken und dann einfach dem Hersteller die Schuld geben, ist jedenfalls eher nicht der richtige Weg.


Grüsse aus Zermatt.

Wenn man es so wie beim RRX machen würde, würde die Bahn jedoch zurecht auf den Hersteller zeigen.
Und auch sonst ist es Sache des Herstellers ein Angebot zu unterbreiten welches das Lastenheft erfüllt.
Mfg Höllentalbahn


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