außen und innen... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Donnerstag, 31.12.2015, 14:01 (vor 3749 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 31.12.2015, 14:01

Hallo!

Ich hoffe dass der Teamleiter und Zub nicht einknicken.


Da muß man "außen" und "innen" unterscheiden. Nach außen entschuldigt sich die Bahn. Vielleicht kündigt man an, mit dem Mitarbeiter ein Gespräch zu führen und ihn zu ermahnen. Undsoweiter.

Was dann nach innen passiert, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ein Beispiel: Wenn sich mal wieder jemand über den rasenden/falschparkenden etc. Apothekenkurierfahrer beschwert, dann senden Auftraggeber und mein Chef schöne warme Worte an den Beschwerdeführer. "Wir haben den Fahrer ermahnt! Wir schicken ihn zur Nachschulung. Sorry, sonst war er immer der Beste. Danke für ihren Hinweis. Wir hoffen, dass das nicht wieder vorkommt." Blubb, fasel, bla. Dann ruft Cheffe mich an: "Hey, wat hasse da wieder gemacht?" Und dann reden wir kurz drüber - UND DIE SACHE IST ERLEDIGT! Der Beschwerdeführer denkt, ich bekomme jetzt mächtig Ärger und freut sich. Und unsereins fährt/parkt an der Stelle eben 3 Wochen anders und dann geht's so weiter wie bisher.

Und so ist das bei der Bahn auch: Die Teamleiter kennen ihre Pappenheimer schon ganz gut. Und wissen genau, ob da einer mal eine ernstere Ansprache braucht oder ob man INTERN gemeinsam über den bescheuerten Kunden lacht. Hinzu kommt, dass es immer nur eine Minderheit ist, mit denen Vorgesetzte Arbeit haben. Oder wie es ein Bekannter mal ausdrückte, der in der Beschwerdestelle eines großen Busunternehmens tätig war: 90% des Ärgers hast Du mit 5% der Fahrer.

Zusammenfassend: Wenn es ein "guter" Schaffner war, dann passiert intern gar nichts. Außer dass hier und da ein paar Aktennotizen verfaßt werden, die dann in irgendeiner Akte vor sich hin stauben. Das alles völlig unabhängig davon, was nach außen kommuniziert wird.

Und wenn es einer der "verhaltensauffälligen" Schaffner war, dann schütteln intern alle nur den Kopf, "er mal wieder...", halten ihm ein Vortrag und wissen genau: Die nächste Beschwerde ist nur eine Frage der Zeit. Da kennt die ganze Abteilung seinen Dienstplan - immer, wo wieder bestimmte typische Beschwerden auftauchen, muß er Dienst gehabt haben. Solche Leute läßt man dann am besten auf die SCHLIMMSTEN FAHRGÄSTE los, die ich je erlebt habe: Morgens maulige Fugger im IC nach München! Das ist der Horror! ALLE, aber wirklich alle, laufen sie im Zug herum, als hätten sie vorher den Kopf in Sauerkraut getunkt und so gebadet. Eine Horroratmopshäre im Zug!


Schöne Grüße von

jörg


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