aber auch gut (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 21.08.2015, 00:25 (vor 3888 Tagen) @ GibmirZucker

Ein Verkehrsmittel, bei dem du bei einem Abschlussverlust eine Stunde warten musst, ist nicht attraktiv.

nicht zwingend - es kann trotzdem höchst attraktiv sein,
der ICE ist es gar sehr.

Es wäre zu verkraften, wenn die Wahrscheinlichkeit des Anschlussverlustes gering wäre. Klappt es in 97,5% der Fälle (Zug pünktlich oder Anschluss wartet wenige Minuten), wäre es verkraftbar

das passt ja auch so in etwa mit den Werten.

das Risiko mit dem Auto im Stau mal eine Stunde zu verlieren wäre höher.

ne Stunde ist schon sehr viel, das kommt sehr selten vor.
ne halbe Stunde, gar eine viertel wird bereits als belastend dort empfunden,
hier kommt jedoch der psychologische Vorteil hinzu - der Autofahrer meint, es selbst in der Hand zu haben, durch ne Umleitung (die ja sonst keiner fährt) oder später dann schneller zu fahren etc.

deswegen wird ja auch nicht das Auto gewählt, sondern weil es von sich aus schon deutlich schneller ist als die Bahn.
Dort wo SFS in Betrieb genommen wurden, gab es massive Wechsel im Modal-Split beim Quell-Ziel-Verkehr vom MIV hin zur Bahn.

Nebenbei: Was bringt mir ein Zwei-Stunden-Takt, wenn der letzte IC 16:25 Uhr abfährt? Der Takt muss auch bis in die Randzeiten reichen, um attraktiv zu sein.

Das Problem wurde bei der Bahnreform nicht berücksichtigt. Die DB fährt eben dann, wann es für sie evtl. wirtschaftlich lohnt. Und es gibt keine gesetzliche Grundlage, mit der man sie dazu verknurren könnte, auf Hauptstrecken mindestens bis 22 Uhr Verbindungen anzubieten.

eine entsprechende gesetzliche Grundlage gibt es, das wurde bei der Bahnreform berücksichtigt.
(Ilgmann kam gestern bei der ARD mal wieder zu Wort),
es gibt nur keine sinnvolle Grundlage dafür,
dass ein ICE 1 nachts um 22 Uhr Hamburg verlassen sollte, um noch einen kompletten Laufweg ganz in Richtung München vor sich zu haben.


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