Missbrauch? (Allgemeines Forum)

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Sonntag, 27.07.2014, 20:48 (vor 4274 Tagen) @ tommie

Rechne ganz grob mit 1€/Liter all-in. Bei Blaschke und Colaholiker wäre ich mir da dann aber nicht so sicher ;-)


Quark. Wie soll den der Liter einen Euro kosten? Meinst du, da wird extra Gletscherwasser aus dem Himalaya eingeflogen?

Ja, die 1,25 L. Flasche beim Aldi für 89 Cent ist billiger, zumindest solange sie im Laden steht, weshalb die Gastronomen um die Ecke selten Zapfstellen haben, die sich absolut nicht rechnen. Die fahren so oder so beim Aldi vorbei. Der Preis war aus Erfahrung aus der Hüfte geschossen, nun schau ich gerne mal kurz nach und rechne.

Ich nehme für die Bahn unrealistische 60% Rabatt an:

20 Liter Postmix von Coca Cola (ergibt bei denen rund 650 Glas je 0,2 L.) liegen so bei rund 110-120€ im normalen Handel (macht kein kleiner Wirt, bei dem Preis), für die Bahn sagen wir 65€ (eher unrealistisch), ergibt einen Portionspreis von rund 10 Cent (hatte ich vorhin gut geschätzt) zzgl. Wasser, Strom (Die Durchlaufkühlung frisst Dir die Haare vom Kopf), Kohlensäure, Logistik und Handling (ranschaffen und auffüllen), Anlagenwartung- und -reinigung (mit Leitungen!). Da komme ich bei so rund 20 Cent/0,2 L. locker raus. Macht rund 1€ per Liter, eher knapp kalkuliert.

Wobei Flaschenware auch beim Bier im Einkauf wesentlich billiger ist, als die Fassware. Lager, Logistik und Transportkosten muss man da aber auch sehen, fressen aber die Mehrkosten normalerweise nicht auf, wenn keine Brauerei per Vertrag "Sponsor spielt". Im freien Handel zahlst Du dich auch bei 10 Fass a. 50 Liter dumm und dusselig, im Vergleich zum Kasten aus dem Supermarkt.

Das Personal hätte gerne auch Geld und der Strom muss auch bezahlt werden.


Klar, aber das sind halt sogenannte EDA-Kosten: Die Leute sind eh da, ganz egal, ob man da jetzt eine handvoll Leute hofiert, ob Rüdiger Grube alleine an der Mineralwassertränke steht, oder ob dieser ganze lumpige Statuspöbel (ohne Fahrkarte, Skandal!) reinströmt.

Und solche Kalkulationen sind der Ruin eines Unternehmens. Mein BWL Taschenbuch auf dem Klo hat soeben eine Falte mehr in den Umschlag bekommen, ganz von alleine ;-)
Egal ob die "eh da" sind, die Kosten gehören in die Preiskalkulation. Wenn alle Lounges zu machen, sind die eben nicht "eh da".

Darum geht es ja: Welchen finanziellen Schaden nimmt die DB, weil sie Statuskunden ohne Ticket den Zutritt zur Lounge erlaubt - und der beschränkt sich halt primär auf die konsumierten Getränke aus dem Automaten.

Die Lounge erwirtschaftet wohl sowieso nie Gewinn für sich selbst; und ich glaube auch nicht, dass ich z.B. den Gebäudeteil der Lounges in Köln, Frankfurt oder sonstwo für 1000€ (pro was?) mieten kann. Ohne konkrete Zahlen kann man da wenig sagen, aber ich denke, dass es in der Gesamtsumme der Kosten (also Fixkosten wie Miete, Personal, Strom und variablen Kosten wie Getränken) nicht viel ausmacht, ob eine handvoll Leute ohne Ticket sich jeden morgen einen Kaffee oder eine Cola reinschütten.

Ja, aber vernachlässige die Verbrauchskosten nicht. Da ist eben wichtig, wie viel eine Handvoll in Zahlen ist.


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