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Ösi, Mittwoch, 08.06.2011, 20:01 (vor 5595 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Ösi, Mittwoch, 08.06.2011, 20:04

Diese egoistische, kurzfristig denkende, (langfristig) asoziale Sicht ist es sicher auch,
die zu einer ablehnenden Haltung von Studiengebührenabschaffung bei Studenten führt,
die wissen nämlich genau, dass es eben Studenten es sind, die nach erfolgreichen Abschluss des Studiums erheblich bessere (wirtschaftliche) Voraussetzungen haben.

Und warum sollte man diese Gebühren genau zu dem Zeitpunkt einheben, an dem diese besseren Voraussetzungen noch nicht vorliegen, bzw. viele unter Hartz-IV-Niveau leben? Wäre es nicht sinnvoller, wenn erst die Absolventen, wenn sie dann mehr verdienen, zahlen müssten? Und natürlich auch diejenigen, die zwar nicht selber studiert haben, aber dennoch von dem höheren Bildungsniveau Anderer profitieren (also: wir alle?)

Wenn man zudem bedenkt, dass fast nur der Nachwuchs aus gut betuchten Elternhäusern studiert und dieses Studium mit den Steuergeldern von einfachen Arbeitern & Angestellten (die gar ihren Meisterbrief etc. selbst bezahlen mussten) finanziert wird,

Das liegt zum Großteil am noch immer massiv sozial ungerechten Bildungssystem. Ich kenne niemanden, der sich gleichzeitig gegen Studiengebühren und für das derzeitige Bildungssystem ausspricht.

Übrigens profitiert auch ein "einfacher Arbeiter" indirekt von der Ausbildung eines Akademikers (und sei es nur, wenn er sich einmal verletzt und ärztliche Hilfe braucht).


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