Ein weiterer Grund ist das "Upselling" von IC auf ICE (Aktueller Betrieb)

GUM, Montag, 04.04.2011, 10:36 (vor 5670 Tagen) @ JumpUp

Edit: Die Probleme mit den Achsen habe ich vollkommen vergessen...

Wird dies der einzige Grund sein?

Ein weiterer Grund:
1.) Das Buchungssystem lenkt die Kunden - die ja meist Zeit sparen wollen - mit Absicht auf die schnellsten Züge. Somit wird ein Großteil der Passagiere in die teurere Produktkategorie ICE anstatt IC/EC gebucht. Damit gibt es gewisse Passagiereinbußen gerade bei Strecken im Parallelverkehr ICE IC/EC, beispielsweise München-Frankfurt.

2.) Da damit ein Anstieg der Fahrpreise (unterhalb des Maximalpreises) von 125 % des Relationspreises auf 150 % verbunden ist, lenkt das Management auch zunehmend den Blick auf das "premium-Produkt" ICE. Dass der IC mit seiner bunten Fahrzeugflotte aus A-Abteil, A-Großraum, WR/Bistro und vier B-Typen andere Kundschaft anzieht und auch einen hochwertigen, aber nicht eiligen Kunden anspricht wird leider vergessen. So verfiel der IC in ein Mauerblümchen-Dasein.
Züge wurden leicht gekürzt und schon beim nächsten Sonderangebot oder am Wochenende oder zu Messezeiten können die Mehrpassagiere gar nicht mehr richtig untergebracht werden.

Also eine Frage des Management-Fokus.

3.) Einstellung der Produktkategorie IR
Die Produktkategorie IR wurde komplett eingestellt und teilweise durch beschleunigten Nahverkehr und teilweise durch Abwanderung auf IC und iCE ersetzt. Damit fehlen auf den entsprechenden Strekcen (beispielsweise München-Würzburg) wieder 4 oder 5 (?) Züge mit 50 A-Plätzen und ca. 300 B-Plätzen.

Das sind meiner Beobachtung nach die Hauptgründe für den Waggonmangel, dass man die Passagiere auf eine geringere Anzahl Züge lenkt und das Waggonmaterial nicht entsprechend umverteilt, sondern teilweise stillgelegt wurde.

Das hat aber auch angenehme Folgen, denn so mancher Aim und Bim (1./2. Klasse Interregio) steht jetzt im Nahverkehr zur Verfügung.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum