Grundsätzlich gesagt (nicht ganz so viel Text) (Allgemeines Forum)

Jogi, Montag, 19.07.2010, 08:50 (vor 5740 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Jogi, Montag, 19.07.2010, 08:51

Auf was Du anspielst sind Quellenangaben, ein wichtiges Kriterium um die Angaben nachprüfen zu können. Ob die in Meldungen genannten Quellenangaben wahr sind, ist ein anderes Blatt, dennoch: sie sind ein Indiz für seriöses arbeiten.

genau das ist es. und wenn es eben nicht nachprüfbar ist, recht schwammig ist, stellt sich die Frage der Seriösität.

Warum hast Du den fett markierten Teil von meinem Beitrag weggelassen?

[Bildblog] ist ein Watchblog, der eben die Fehler in Print- und Onlinemedien protokolliert. Die Fehler werden aufgezeigt und dokumentiert [...] [Objektivität] ist aber bei einem privaten Blog auch nicht die Aufgabe. [...]

genau das will er - mehr nicht. Die Fehler in BILD aufdecken und widerlegen. Dazu benutzt er einen doch recht argen polemischen Stil, womöglich um sich der BILD anzupassen und ihr ans Bein zu pinkeln, aus seiner eigenen Perspektive.

Die Formulierung "Um sich der Bild anzupassen" ist eine Unterstellung, die nicht haltbar ist. Eine so grottige Syntax wie bei der Bild wird nicht annährend verwendet, die aufgestellten Behauptungen sind belegbar. Ausgenommen sind Artikel, die erkennbar ironisch geschrieben, z.B. wenn "Arbeitsweisen" eines Bild-Journalisten geschrieben werden.
Der Vorwurf "ihr ans Bein pinkeln" zu wollen trifft schon deswegen nicht zu, da auch über andere Periodika geschrieben wird.

Ich glaube nicht, dass er wirklich einen seriösen Eindruck an Tag legen will dabei. Macht er in seinem eigenen Blog ja auch nicht, begibt sich auch dort oft auf dünnes Eis und bricht ein. Soll er doch auch.

Beispiele? Und wie definierst Du "oft"?

Was aber wichtiger ist: Fehler werden eingestanden und offen korregiert, [...] vor allem bei Onlineartikeln wird bei Fehlern stillschweigend korrigiert oder die Artikel offline gestellt.

Ich lese oft NP & HAZ online, die Zeitungen hier. Kommen auch oft Fehler vor, werden in den Meinungen drunter angesprochen und von der Redaktion kommt ein "Dankeschön" und der Fehler wird behoben. Auch schon bei Spiegel gesehen.

Ist es offen, wenn ich erst ein, zwei oder drei Kommentarseiten durchlesen muss, um eine Veränderung im Artikel nachvvollziehen zu können? Was ist mit dem von mir angesprochenen stillschweigenden Offlinestellen von Artikeln?

Ja, und? Ist die Bild besser geworden?

Beantwortest Du unten drunter doch schon selbst.

Also nicht.

Und die Medienwelt hat sich verändert.

Nicht unbedingt zum positiven, was natürlich bei allen Mdien gilt. Dennoch ist die Bild ein Drecksblatt, der Stern, Focus, FAZ, WAZ oder sonst was nicht annährend das Wasser reichen können - in der negativen Sicht.

Damals... in den 60ern war die BILD ja nochmal was anderes.

Die Boulevardzeitung Bild schrieb z. B. am 7. Februar 1968: „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ Sie rief Tage vor dem Attentat zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ auf.

siehste. und sowas wirste heute nicht mehr lesen.

Was ist mit der Hetzkampagne gegen die Staatshilfen für Griechenland? Was mit der "Berichtertattung" über Verbrecher, die deren Persönlichkeitsrechte so krass verletzt, dass eine Identifizierung der selbigen für das mittelbare Umfeld möglich wird?

Und einstige Kritiker von damals haben heute diese Praktiken übernommen.

Beispiele

An Medien?

Nein, an konkreten Personen. Sonst könnte ich ein Schmierblatt in Timbuktua als Beispiel aufzählen => nicht nachprüfbar.

Gelegenheit macht Diebe. Soll heißen, vielleicht hat die Weisung offen rumliegen sehen und die Gelegenheit beim Schopf gepackt.

Genau mein Reden die ganze Zeit.^^

Dann passt's ja. :)

Ja. Ob nun Bahnangestellter oder nicht.... Und das einzige was sie aus der Anweisung rausgeholt haben, "enthüllt" haben, nicht nur ICE 2 seien betroffen, sondern alle Baureihen (wobei das so ja nicht stimmt), ab 32 Grad gäbe es Probleme und das war ja vorher schon bekannt, glaub ich.

Glaubst du oder wißt du?

Hätte ich sonst "glaube ich" geschrieben? -.-

Dann ist es eine schlechte Diskussionsgrundlage ;)

Sind doch eh nur ein paar Mausklicks das nachzulesen, wann war der HAZ-Artikel? etc.

Dann wäre ein Link nett ;)

Der Artikel bestand ja nicht nur aus der Anweisung.

Weißt du, wie der Grundtenor des Artikels war?

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Redakteur das mit den Baureihen auch so angenommen hat, dann dass es nicht nur Einzelfälle sind, ja und so als BILD, wenn man was geschickt bekommt, was internes, dann gehört es sich nunmal auch, daraus etwas zu machen, es irgendwie in ein Artikel einzubauen, wenn es denn geht.

Ist wirklich nichts gegen zu sagen, solange der Artikel nicht in das übliche Bahn-Bashing übergeht.

Es kommt ja darauf an, was Bild mit der Quelle angestellt hat. [...] dann ist es verwerflich, denn mit Journalismus hat es dann nichts mehr zu tun. Und ja, für mich ist das Zementieren von Vorurteilen asozial, [...].

Ja. Aber das war mit dem Wort wohl nicht gemeint.

Was denn dann?

Hat dennis k. in seinem Posting von 16:37 Uhr geschrieben.

Natürlich ist Diebstahl asozial. Und wenn es das übliche Bahn-Bashing war, ist es für mich auch asozial.

Diese Zeitung ist in meinen Augen asozial, [...] da "schubladisiert" man halt und kommt zum Urteil, sie verhält sich asozial. Mag sein, dass es beim vorliegenden Beispiel nicht der Fall ist, aber das macht die Zeitung, ihre Machenschaften und die Ziele, die sie damit verfolgt nicht besser.

oh ha. Da hast Du ja ausgeholt.... ;-) Und doch wird sie täglich von Millionen Menschen gelesen... ^^

Unverständlicherweise. Das kann ich mir nur mit der Bequemlichkeit erklären, möglichst wenig denken zu müssen... dürfte auch der selbe Grund für das Fersehprogramm in den großen Sendern zwischen 9 und 20 Uhr sein... :-(

im entfernten Urlaub ist sie durchaus praktisch, Fußballergebnisse bis zur 3.Liga runter etc.

Das bietet Dir jede andere Zeitung mit Sportteil auch. Wenn nicht - wofür gibt's das Internet? Kann man sich sogar die 60 Cent sparen... :-))
Aber beim Abdruck von Hinspielergebnissen in der Bild würde ich aufpassen... ;) oder wenn versucht wird, mit Fußballstatistiken zu argumentieren. Vor der WM z.B. gab es einen Artikel, in dem Kuranyi plötzlich vor Kießling in der Torschützenliste war... (Klick

Auch in der BILD sind hin und wieder Gegendarstellungen, wie auch in anderen Zeitungen auch.

Ja, und? Ein Abdruck davon ist an sich selbstverständlich, wenn auch nicht rechtsverpflichtend. Bild lässt da übrigens gerne ein paar Wochen verstreichen, bis da gedruckt wird... Das Abdrucken macht die Bild nicht wirklich besser, denn man könnte auch sagen, hättet ihr besser recherchiert, wäre eine Gegendarstellung nicht nötig... kann man aber prinzipiell an alle Medien richten.

Ich wüsste nicht, warum man das Blatt immer griffbereit haben sollte. Der Inhalt ist leicht merkbar und jeder Zub, der mit mehr als 2 Nanogramm Motivation zur Arbeit geht, wird wohl nach Lektüre der Weisung wissen, wie er sich verhalten soll.

wird er das? weiß nich ..... glaub eher nicht.

Natürlich wird ein Zub das, denn keiner will wohl in eine solche Situation wie in Bielefeld kommen.

Steht doch noch extra ganz große und fett drauf, dass man es festpinnen soll, verteilen soll etc.

Im Zug?

Denke ich mal. Woanders macht es ja kein Sinn.

Wie wär's mit "auf der Dienststelle"?

Hielte ich für den falschen Ort, s.o.

Man trifft ja sonst nirgends andere Kollegen... ;)

Es gibt Akten im Zub-Abteil?

das oben genannte Ringbuch? ^^ Oder das Kursbuch? ich weiß auch nich...

Warum schreibst du es dann?

Das schrieb ich ja eben nicht, ich stellte es ja grade in Frage, wieso es nicht auf dem Tisch liegen sollte.

In deinem gestrigen Beitrag von 15:31 schriebst du: Steht doch noch extra ganz große und fett drauf, dass man es festpinnen soll, verteilen soll etc. Und was hat eine topaktuelle dringend benötigte Anweisung unter zig Akten versteckt oder in einer Schublade zu suchen? Dort wird wird das Unter Akten liegen als Faktum dargestellt, da sie griffbereit sein sollte - und darauf hab ich reagiert ;)

Dir ist schon klar, dass das alles Fiktion ist, die mit der Realität allenfalls partielle Schnittpunkte hat? [...]

Nicht immer.

Spielfilme sind immer Fiktion, auch wenn sie sich an realen Begebenheiten orientieren oder ein konkretes Ereignis nachstellen wollen.

Aber die Autoren kommen ja nicht umsonst auf sowas.

Richtig, irgendwie muss man ja seine Brötchen verdienen...

Natürlich ist das Fiktion, aber genauso in der Realität auch möglich und es gibt auch etliche Verfilmungen von wahren Begebenheiten, auch in dem Bereich.

Wie gesagt, ein Film ist per sè immer fiktional - außer das Ereignis wird live gefilmt. Das schließt ja nicht aus, dass eine Begebenheit auch in der Realität möglich wäre, aber im Zweifel geht immer Drehbuchkompabilität vor Wahrheit. Aus diesem Grund sind Filme ein schlechtes Beispiel dafür, dass Journalisten zweifelsohne mal in den illegalen Bereich gehen, um an Informationen zu kommen.

Probleme gabs da doch nur letztens bei der Käßmann und ihrem haargefäbten Beifahrer.^^ Aber das Verfahren ist mittlerweile ja eingestellt.

Hat mit der Weisung was zu tun?

Mit dem "Polizeistaat, Willkür und sonst so was"

Häh? Also nichts?

Grüße, Jogi


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