Ignorieren ... (Aktueller Betrieb)

Der Blaschke, Montag, 08.07.2024, 19:30 (vor 9 Tagen) @ Galibier96

Hey.

Auf dem Bus, auf der Nivea-Dose, auf belieben Werbeanzeigen, im Logo des heimischen Bäckers, in Statements der städtischen irgendetwas-Beautragten, auf Bahn.expert .... ja, doch!! Ich habe jetzt verstanden, dass Vielfalt ganz toll ist und Rechts(extreme?) doof sind. Das wusste ich schon schon vorher und somit fühle ich mich überflüssigerweise belehrt und das nervt auf die Dauer.

Ooch, ich ignoriere das einfach. Mir geht's bei diesem ganzen Denkmal-/Gedenktagegedöns ähnlich. Überflüssiger Mumpitz. Aber ich gönne es jedem.

Nur eine Sache ist schlimm. Und da rege ich mich dann auch auf. Ich denke da an diese "Stolpersteine" in Gedenken an umgebrachte Juden. Erstens stolpert man gar nicht, da ist schon der deutsche Sicherheits- und Versicherungswahn vor. Und zweitens glaube ich nicht, dass da ein Ausländerschläger dann den Stein siehst, dann recherchiert und sich dann denkt: ups, ich denk ja völlig falsch. Und drittens widert mich die Symbolik an: wir trampeln wieder ungeniert und unbedacht auf Juden rum.

Gibt es im Übrigen irgendeine Evidenz, dass solche öffentlichen Statements irgendeinen positiven Effekt haben?

Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Ich halte das meiste eher für Ausdruck persönlichen Unwohlseins des Erfinders/Gedenkens etc. Vermutlich gab's da in der Familiengeschichte ein paar schwarze Schafe und jetzt will man quasi die Familienehre reinwaschen.

Und am besten sind die, die dann auf Demos für Toleranz und Menschenrechte und so engagiert in erster Reihe marschieren und anschließend die Supermarktkassiererin beschimpfen wegen der hohen Preise (dabei sind Lebensmittel in Deutschland viel zu günstig, wenn man bedenkt, wieviel täglich weggeworfen wird) und anschließend den Schaffner, weil der Zug 14 Minuten Verspätung hat. Und den Bettler im Bahnhof brüsk abweisen, wenn der einen Euro wünscht. Solche Spezialisten sind mir dann die liebsten ...

Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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