Anzahl Knoten wichtiger als Abstand (Sammelantw.) (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 12.04.2024, 09:22 (vor 882 Tagen) @ Waldbahn

Hallo ICE-Fans,

Langläufer haben ihre Pros und Kontras. Ausschlaggebend ist die Anzahl der Knotenstellen.

In China reist man Beijing-Guangzhou mit der Bahn. 2200 km direkt, entspricht dreimal Amsterdam-München. Fahrzeit 8-9 Stunden und 5-6 Zwischenhalte. Aber in China steigt man in der Regel nicht um, sondern wählt man vorher die gezielte Direktverbindung. Also spielt das Problem von durcheinander geschüttelten Fahrplänen viel weniger.

Bei uns liegen die Knotenstellen viel näher beieinander; fast jede Stadt mit sechsstelliger Einwohnerzahl ist eine. Amsterdam, Haarlem, Leiden, Den Haag, Rotterdam, Dordrecht, Roosendaal. 7 Knoten innerhalb 150 km.

Waldbahn:

diese Langläufer sind sehr anfällig, wenn eine Störung wie auch immer geartet auftritt.

Anfällig für das Bahngeschäft und den umsteigende Fahrgast. Aber auch für den direkt fahrenden Fahrgast?
Na gut, die Umsteiger sind in der Mehrheit, erst recht auf einer Langstrecke.

Man bräuchte (man kann mich da gern berichtigen) zwei Fahrzeuge unterschiedlicher Baureihen (403/406) bei den genannten Fahrlagen, sind die denn 100% kupplungskompatibel oder treten da auch Störungen wie auf der Linie 10 auf?

Man brauchte das damals, weil nicht ausreichend 406er für 2x406 M-AMS v.v. zur Verfügung standen.

JeDi:

allerdings sind die Züge mit BR 408 geplant.

So ist es. Wobei noch die Wahl besteht aus 1x408, teilweise 2x408, oder 2x408 auf der ganzen Strecke.

Tim Nabel:

aber wer fährt denn direkt von München oder Nürnberg nach Amsterdam?

War Februar 2007 in diesem Zug. Ganz viele Skiurlauber aus NL. Nachfrage: die würden ansonsten fliegen, wenn es den Direktzug nach München nicht gäbe. In München ging es weiter nach Garmisch-Partenkirchen, andere stiegen um nach Bad Gastein oder Zillertal.

ICE920:

Ich würde direkt von München nach Amsterdam fahren.
OK, ich fülle keinen ganzen Zug. Aber jedes Mal, wenn ich aus den Niederlanden kommend in Frankfurt Flughafen meinen Anschluss Richtung München verpasse, sind eine ganze Reihe von Leuten, die ebenfalls fluchend am Bahnsteig umherlaufen.

In einem Nachbarforum wurde mir erklärt, NL betont vor allem Amsterdam-Berlin, weil es A. dort mehr Geschäftsverkehr gibt und B. es sich um die Verbindung zweier Hauptstädte handelt. Amsterdam-München dient vor allem dem Tourismus und für NL-NRW braucht man eigentlich keinen ICE (ein IC 200 der NS würde das auch hinkriegen, genauso wie Amsterdam-Brüssel).

Daher sei 1x pro Tag Amsterdam-München direkt sinnvoll.

Eine Taktlinie käme erst in Frage wenn man die Strecke fast durchgehend highspeed fahren könnte. Also ICE International Amsterdam-Utrecht-Köln-Frankfurt-(N/S)-München, nur diese Halte. Und dazu Utrecht-Köln 1 Stunde über eine neue Rennbahn. Nach Ulm und Augsburg käme man dann ab Stuttgart in Halbstundentakt.
Gut, das ist halt Träumerei für ICE-Fans. Sogar Amsterdam-Marseille (bis auf 50 km komplett highspeed) wird nur saisonal 1x pro Woche angeboten.

martin.elsner:

Durchgehende Züge haben ihren Charme.

Genau, das war im TEE-Alter schon so. Damals gab es aber noch keinen Taktverkehr. Die Mischung macht es. Touristen brauchen gezielte Einzelverbindungen, Geschäftsverkehr Regelmass. Dazu vertaktete Zubringer.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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