Fehlendes Problembewusstsein. (Allgemeines Forum)

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 23.01.2023, 18:15 (vor 11 Tagen) @ chriL999

Gut, dass auf dem Screenshot die Zeitangabe 09:53 Uhr enthalten ist.
Die 100% exakten Regeln kenne ich an der Stelle jetzt nicht, jedoch könnte es dem Sachbearbeiter nicht so passen, dass es zunächst den Eindruck erweckt, die ursprünglich geplante lange Fahrt wollte man gar nicht antreten und hat dann kurz zuvor ein ICE-Ticket gebucht, um bequem 3 Stunden früher am Ziel zu sein.
Da muss man dann betonen, dass die geplante reguläre Fahrt eben gar nicht angetreten werden konnte.
Der Sachbearbeiter könnte also argumentieren, dass erst nach Fahrtantritt die erwartete Verspätung am Ziel eine Rolle spielt oder dass eben eine Verspätung am Ziel mit nur RE von 1 Stunde durchaus zumutbar ist oder auch, dass für den ausgefallenen Streckenteil ggf.ein Ersatzzug noch bereitgestellt worden wäre (was noch bis 15 Uhr hätte passieren können). Aber diese Argumentationen dürften alle nicht haltbar sein.
Auch zur Minimierung der Unkosten könnte die Bahn (wie zuvor schon erwähnt) argumentieren, dass der ICE nur für eine kürzere Strecke hätte gebucht werden sollen. Aber auch dies kann vom Kunden nicht erwartet werden.

Dein Beitrag ist symptomatisch für die Branchensicht: Fahrgäste sind ein lästiger Kostenfaktor.

Würde man das (im Fahrplan) versprochene Angebot auch erfüllen, müsste sich niemand solche Gedanken machen. Also ist es nur recht und billig, dass die Reisenden ihre Ansprüche auch geltend machen.

Es ist ja nicht so, dass manchmal was schief geht, sondern es fallen ganze Linien aus, teilweise wird sogar schon prophylaktisch ein SEV parallel zum Zug eingerichtet.

Mit einer stabileren Betriebsqualität hätte man die Kosten für Fahrgastrechte wirkungsvoll reduziert - und das ganz ohne seinen Kund_innen Betrug zu unterstellen.

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Weg mit dem 4744!


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