ITF als Grundgerüst (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Freitag, 24.06.2022, 17:57 (vor 49 Tagen) @ Oscar (NL)

In DK ist der Bahnverkehr vor allem auf Kopenhagen - Odense - Esbjerg/Aarhus(-Aalborg) konzentriert. Dort dürfte auf der Stammstrecke ein 10-Minutentakt durchaus möglich sein und Sinn machen. im PDF wird übrigens über Oktanten geredet (7,5-Minutenrhythmus).

Mit hoher Frequenz kann man auch ohne ITF gute Verbindungen an niederfrequentige Anschlüsse bieten, solange nur einmal umgestiegen wird.

Wenn aber eine Umsteigeverbindung niederfrequent-hochfrequent-niederfrequent ist, dann hat man ein Problem. Der erste Umstieg ist schnell, da ja dauernd Anschlusszüge kommen, aber beim zweiten Umstieg wartet man dann potentiell lange auf einen Anschluss.

Oft ist es daher besser, einen ITF als Grundgerüst anzubieten und streckenweise zu verdichten. Das garantiert auch in diesem Fall gute Verbindungen. Nachteile: Man kann (weil immer noch ITF) kleinere Fahrzeitverbesserungen nicht weitergeben und die Auslastung ist unregelmässig, weil die Grundgerüst-Züge mehr Anschlüsse haben. Vorteil: Man kann den Takt in den Randstunden problemlos ausdünnen.

Möglicherweise ist im ziemlich linearen Korridor bis nach Odense die Zahl der niederfrequentigen Anschlüsse gering, sodass obige Situation seltener entsteht. In der sehr föderalen Schweiz priorisiert man aber die ländlichen Gebiete mit schlechtem Takt hoch, weswegen Beschleunigungen zwischen den grossen Städten nur im ITF akzeptiert werden.


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