Die Skandinavier sind schlau, haben richtigen Kompromiss (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 23.06.2022, 10:36 (vor 1 Tag, 16 Stunden, 55 Min.) @ gnampf

Wirtschaftlich von Energiebedarf, Verschleiß und Infrastrukturkosten ist der Bereich zwischen 160 und 230 km/h der optimale Bereich im Eisenbahnverkehr.

Darunter sind die Züge zu langsam um attraktiv zu sein und man braucht ggf. mehr Fahrzeuge für mehr Umläufe. Darüber steigen die Baukosten für Neubaustrecken und die Betriebskosten für den Energiebedarf und Verschleiß. Einzig die Neigetechnik in einem 200 km/h-Zug kostet mehr Geld gegenüber einem 250 km/h-Zug ohne Neigetechnik.

So gesehen gehen die Skandinavier einen guten Mittelweg, obwohl die durchschnittlichen Distanzen dort größer sind als in Deutschland oder Italien.

Deutschland hat ja Ende der 1990er und Anfang der 2000er ein ähnliches Konzept mit vielen 200 km/h-ABS und NT-Ertüchtigung des Bestandsnetzes mit bis zu 160 km/h verfolgt. Das Problem war nur, dass DB Fernverkehr und DB Netz die hohen Betriebskosten für die Fahrzeuge und Strecken nicht auf den Staat abwälzen konnten. Daher ist die Idee gescheitert.

Die NBS mit 250-300 km/h bezahlt ja der Staat für DB Netz und die Fahrzeuge für 250 km/h sind nicht so exorbitant teurer als die NT-Fahrzeuge für 230 km/h. Und DB Netz muss weniger aus eigener Tasche zubuttern, da Neubau im Gegensatz zur reinen Instandhaltung und Ertüchtigung zu fast 100% vom Verkehrsministerium bezahlt wird.


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