Fahrgast kann Wegevorschrift oft erst nach Kauf erkennen... (Fahrkarten und Angebote)

Bahngenießer, Mittwoch, 22.06.2022, 20:23 (vor 102 Tagen) @ FrequentRailer

Vor allem bei Fahrkarten des NRW-Tarifs (erworben z. B. am Transdev-Automaten) erfährt der Fahrgast oft erst anhand des ausgeworfenen Tickets, ob seine Fahrkarte auf seiner Verbindung gültig ist.

Während die DB-Automaten NRW-Tickets und Fahrkarten des C-Tarifs auf Wunsch immer noch verbindungsbasiert verkaufen, hat der VRR diesen Service an seinen Transdev-Automaten eingestellt. Der Fahrgast kann nur noch seine Zielhaltestelle eingeben und erhält meist automatisch ein Ticket, welches auf dem verkehrsüblichen Weg gültig ist. Der verkehrsübliche Weg wird ihm erst nach Kauf anhand der ausgedruckten Fahrkarte angezeigt.

Beispiel:
Wer zum Beispiel nach Neuenrade fahren möchte, hat manchmal mit dem Zug bis Werdohl zu fahren und dort in den Bus umzusteigen, in anderen Fällen wird ihm der Weg über die Hönnetalbahn (via Menden-Balve) vorgeschrieben, in anderen Fällen hat er das Wahlrecht.
Auf dem Display des Automaten wird dem Fahrgast jedoch vorher nicht angezeigt, welche Wege er nutzen darf. Das erfährt der Fahrgast erst anhand der ausgeworfenen Fahrkarte, wenn er sich diese genau anschaut.
Genau diese Vorgehensweise empfinde ich jedoch als "unlauteren Wettbewerb", denn der Fahrgast wird somit oft vor die Wahl gestellt: Entweder die gewünschte Verbindung nutzen und ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu riskieren oder seine Verbindung aus dem Stehgreif umzuplanen. (An den Standard-Apps und Standard-Webseiten kann der Fahrgast zumindest vorher nicht erkennen, welche Fahrkarte für welche Verbindungen gültig ist, er muss schon speziellere Seiten aufrufen.)


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