Seit wann ist Barrierefreiheit ein Thema ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 02.02.2022, 17:38 (vor 1525 Tagen) @ Aphex Twin

Die Ausschreibung der 408er (August 2019) erfolgte nach der Vorstellung der Talgos (März 2019). (...)

Selbst wenn die 407 nie mit den 408 gekuppelt werden können sollten, hat man zumindest eine vollkommen einheitliche Teilflotte von 73 Zügen. (...)
Zu kleine Teilflotten führen zu komplizierten und ineffizienteren Nutzung (...)
All dies muss man gegenüber anderen Aspekten abwägen. Natürlich aber hat diese Entscheidung auch Nachteile wie den fehlenden barrierefreien Einstieg.

Klingt so, als man anno 2019 auf den Gedanken gekommen, dass Barrierefreiheit ein zeitgeistiges Thema sein könnte.

Es spottet doch jeder Beschreibung, dass es selbst Züge wie den 412er noch mit Stufen gibt!!!!

Das Gekaspere mit den Liften ist ein dermaßen entwürdigender Anblick - mir wird da jedesmal übel. Völlig indiskutabel.

Aber klar: der Designeryuppieh hoch oben in der Plüschetage versteht das ganze Problem schon gar nicht. Und sagt sich dann noch: wie haben die das denn früher gemacht. Ja, da hat man Behinderte weggesperrt und drauf gewartet, dass sie möglichst nicht ewig lange leben - der Name "Aktion Sorgenkind" spricht aus der Zeit ja noch für sich ...Zum Glück sind wir da heute etwas weiter und offener im Denken. Aber es bleibt dann zu oft bei halbgaren Ansätzen ...

Habe ich während meiner Fußverletzung und dem Vierteljahr im Rollstuhl auch erlebt. Da gibt's dann im Ärztehaus beim Chirurgen eine Tür zur Praxis, die nur von Hand nach außen geöffnet werden kann - seeeehr praktisch mit Rollstuhl oder an Krücken; zumal Sichtkontakt zur Rezeption der Praxis fehlte.

Oder schöner Boden mit Marmorfliesen. Sehr zu empfehlen, wenn es draußen feucht ist und die Krücke unten auch ....

Oder das Wartezimmer, wo ein Rolli nicht vorgesehen war und auch kein Platz hatte. Na ja, ich durfte dann in Kreismitte abparken. Wie der Clown in der Manege.

Und und und und und ..........


Schöne Grüße von jörg


der heute auch großes Kino im RE 15 nach Emden hatte: eine Frau übte mit menschlicher Begleitung und Blindenhund das Zugfahren. War die erste Fahrt. Und alle entsprechenden angespannt. Und dann ist es, wie es dann so ist: genau neben der Tür saß eine Familie mit so einer fehl- bzw gar nicht erzogenen Kläffer-Mini-Töle. Das Gejodel der Töle machte dann den Blindenhund ganz kirre, der war ja schon wegen seines neuen Jobs ohnehin angespannt; muss so einen Zug ja auch erstmal kennenlernen. Und dann kläfft das saudumme Viech nebenan auch noch ununterbrochen ... RTL2 hätte es nicht besser hinbekommen ...


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