War oder ist die DB bei Thalys (de jure) drin? (Allgemeines Forum)

Tobs, Region Köln/Bonn, Dienstag, 19.01.2021, 18:55 (vor 109 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Tobs, Dienstag, 19.01.2021, 18:55

Hallo Sören,

die beiden ex-DB-Thalys-Triebzüge sind doch ins Eigentum der NMBS übergegangen? In https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,9570278 gibt es ein wenig mehr dazu, auch den neuen Betreiber. Aber so ganz klar ist das wohl nicht. Die Angaben in https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?032,8315203,8404362#msg-8404362 sind offenbar veraltet.

Passen würde das aber insofern, dass die SNCB/NMBS und SNCF "im Alleingang" das EVU Thalys gegründet haben, anteilig exakt so, wie Thalys vor Eintritt der DB ausgesehen hat, d. h. 30:70.
Ich hatte es zunächst missverstanden und war davon ausgegangen, dass die SNCF "ihre" 8 % (und analog die SNCB/NMBS 2 %) aus den 10 % der DB "zurückbekommen" hätten. Aber hätte man dann nicht ebenso mit den beiden NS-Einheiten verfahren müssen?

Auf der anderen Seite: Wenn die DB bei Thalys noch drin wäre, warum hätte sie dann vor einigen Jahren den Verkauf von Thalys-Fahrkarten eingestellt gehabt? Und warum ist sie dann nicht mehr verantwortliches EVU? Die dt. Wikipedia behauptet jedenfalls, dass SNCF und NMBS den Erwerb des DB-Anteils an Thalys beim Bundeskartellamt angemeldet hätten, während laut nl. und fr. Wikipedia die DB noch Mitgesellschafter ist...

Hieß es nicht ursprünglich, dass sich die DB "nur" wirtschaftlich, nicht aber rechtlich von Thalys trenne? Dann können sie ja trotzdem Anteile halten und die PBKA behalten. Und auch wenn es dazu nie kommen wird, könnte die DB mit diesen - rein technisch betrachtet - ja auch selbst Köln >< Paris anbieten. -;) Und EVU wäre doch jetzt so wie noch Thalys selbst, denke ich. Auch dann wenn die DB wirtschaftlich noch beteiligt wäre.


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