ES/FR: booming Lowcost-Bahngeschäft. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Donnerstag, 30.07.2020, 09:19 (vor 16 Tagen) @ GUM

Hallo GUM, hallo ICE-fans,

Danke für den Beitrag, Oscar!
Die Bilder gefallen mir. Vielleicht lesen ja auch engagierte Bahnmitarbeiterinnen und Bahnmitarbeiter hier mit?

Wir sollen nicht vergessen, dass ein türkischer IC meistens lange unterwegs ist. Der Zug durfte dann auch für Langstreckenreisende ausgelegt sein ("lang" im Sinne von Zeit).
Mit dem YHT haben die Reisezeiten in der Türkei sich enorm verkürzt.

Eine ähnliche Entwicklung gab es in Frankreich; damals fuhren noch Mistral-Züge Paris-Marseille die 6-7 Stunden unterwegs waren. Wenn man 6-7 Stunden im Zug ist, is(s)t man froh in einem vollwertigen Speisewagen.
Heute fahren die TGVs die Strecke in 3 Stunden über die Rennbahn. Nach einem Frühstück steigt man ein und vor dem Mittagessen ist man da. Dann reicht ein Barwagen/Bistro vollkommen aus.

Und kostengünstige Sitzplatzkilometer helfen nicht, wenn die Menschen nur noch fahren, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Spanien hat zur Zeit (noch?) die meisten Rennbahnen Europas. In Spanien ist also die Infra vorhanden, um die Fluggesellschaften mal ordentlich Konkurrenz zu machen. Das reguläre renfe-Angebot zielt auf die Teuerflieger, während Produkte wie Avlo und EVA die Bahnversionen der Billigflieger sind.
Aber: für Avlo und EVA wurden vorhandene Garnituren umgebaut. Dasselbe betrifft auch die Garnituren für Ouigo und izy in Frankreich.
Mit dem S-106 bestellt renfe bereits beim Hersteller einen für die Billigbahn massgeschneiderten Zug.

In Spanien und Frankreich ist das Lowcost-Bahnreisen mit Rennzügen stark in Aufmarsch. ES/FR haben dann auch vor allem Verbindungen von/nach Madrid bzw. Paris; DE überwiegend IC-Verbindungen kreuz und quer durchs Land. Die Infra ist dann auch jeweils dafür gebaut worden; Paris-Marseille und Madrid-Barcelona beide innerhalb 3 Stunden während man in Deutschland etwa 5 Stunden braucht für 700 km Bahnreise.
Wenn man nur 3 Stunden unterwegs ist, kann man wohl auf einiges an Komfort verzichten. Das haben SNCF und renfe offenbar auch verstanden und mit Lowcost-Produkten braucht der Reisende nicht zu bezahlen für Sachen die er doch nicht benutzt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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