USA nur Magnetschwebebahn oder Fluchzeug sinnvoll (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Donnerstag, 25.06.2020, 22:48 (vor 2110 Tagen) @ oska

Gut,kann sein dass das Beispiel des Baumwollpflückers schlecht gewählt war (dachte spontan an Porgy und Bess). Aber anders formuliert: existiert ein genügend stärker Mittelstand mit überregionalem Verkehrsbedürfnis, der die notwendigen Verkehre generiert?
Grob einteilen kann man die Gesellschaft von:
1. Menschen, die sich teuren Fernverkehr nicht leisten können (bzw. nur extrem selten)
2. Der sogenannte Mittelstand, der sich regelmäßig längere Strecken leisten kann (oder mit dem ICE zur Arbeit fährt und einen großen Teil mit der Pendlerpauschale kompensiert).
3. Höhere Oberschicht, die aus Standesdünkel oder Sicherheitsgründen keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzt.

Investitionen in Hochgeschwindigkeitsverkehr kann nur Gruppe 2 amortisieren. Für Gruppe 1 kommen wenn überhaupt nur billigste Supersparpreise in Frage (sonst nutzt sie Bus oder bleibt zu Hause) und generiert keine genügend hohen Beträge. Gruppe 3 wird in den USA noch weniger den ÖV nutzen als in Europa, weil die Kriminalität höher ist, schottet sich stärker ab.
Ist Gruppe 2 in den USA stark genug und hat sie entsprechende Mobilitätsbedürfnisse? Wenn nicht,müsste sie erstens gestärkt werden (Aufstieg aus Gruppe 1) und zweitens müssten durch Anreize die Bedürfnisse geweckt werden. Und das könnte die noch größere Herausforderung sein, als der Bau des Netzes.


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