Meine 2 cent dazu (Allgemeines Forum)

Chrispy, Mittwoch, 24.06.2020, 21:02 (vor 2111 Tagen) @ Oscar (NL)

Solche Grossprojekte lassen sich heutzutage (gerade auch in den USA) nicht schnell genug ausführen um nach einer Wirtschaftskrise den Karren aus dem dreck zu ziehen. Selbst wenn man die Pläne irgendwo in einer Schublade liegen hat, dauert es ja mindestens 5 Jahre bis Baubeginn. Bis jetzt waren jegliche Krisen deutlich kürzer als diese Zeitspanne.

Dann wäre da noch die Staatsverschuldung. Mit dem Rettungspaket alleine hat man drüben nun die Schulden um 3 Billiarden (3*10^12) Dollar erhöht. Damit steht man wohl schon fast bei 30 Billiarden Gesammtschuld. Dank Trumps Steuerpaket beträgt das Defizit ab 2021 eine weitere Billiarde Dollar pro Jahr. Es ist halt fraglich, ob es klug ist, sich noch mehr Finanzielle Bürden aufzuladen.

Zu guter Letzt fragt sich auch, ob "high speed rail" für die USA wirklich erste Priorität haben sollte. Denn die Amis wohnen im Normalfall nahe ihrer Arbeitsorte und ziehen um, wenn sie eine neue Arbeit in einer anderen Stadt finden. Daher wäre der Bedarf an effizientem Nahverkehr eigentlich grösser. Es gibt in grösseren Städten zwar einige ÖPNV möglichkeiten, doch effizient ist anders. Als Beispiel, das ich selbst über Monate erlebt habe nehme ich mal die Metra in Chicago: Pro Zug ca. 5 ZUB, schlechte Beschleunigung, lange Standzeiten an den Stationen. Zudem sind da die Gleise, Brücken und Weichen in einem Zustand, wie ich es in west Europa nur von Abstellgleisen oder selten gebrauchten Industrieanschlüssen kenne. Das Netz kennt zudem keine Tangentiallinien und ist Sternförmig auf die Innenstadt ausgerichtet. Dasselbe gilt übrigens auch für die berühmte Hochbahn, dort gibt es nur einen Kleinen Ring im Zentrum. Alleine in Chicago sähe ich da dutzende Milliarden, die man verbauen könnte.

Gruss
Chrispy


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