Kommunikationspolitik und DB - ein weiteres ungleiches Paar (Allgemeines Forum)

ICE-TD, Samstag, 07.03.2020, 10:51 (vor 2224 Tagen) @ unternehmenzukunft

Ein neues Produkt wird eingeführt: eine Direktverbindung von Dresden über Berlin nach Rostock alle 2 Stunden. Was macht ein übliches Unternehmen, wenn es ein neues Produkt einführt? Richtig: die Marketingabteilung, insbesondere die Mitarbeiter im Bereich Kommunikationspolitik, basteln fleißig an einem bunten Strauß an Maßnahmen, um das neue Produkt den potentiellen Kunden bekannt und "schmackhaft" zu machen, damit diese dann zugreifen und das Produkt ein Erfolg wird. So zumindest, was mir in der Grundlagenvorlesung Marketing vermittelt wurde und tagtäglich Land auf Land ab passiert. Was macht die DB? Lässt zwei Sonderzüge für geladene Gäste fahren und fertig. Wenn man nicht wüsste, dass es eine neue Verbindung ab Dresden gibt, wüsste man es in Dresden nicht. Kein Hinweis im Bahnhof, keine Aktion am/im Bahnhof oder in der Stadt für die breite Masse. Einzig für geladene Gäste lässt man klammheimlich zwei Sonderzüge fahren. Dabei hätte man so viel aus dem Start der "neuen" Züge herausholen können. Aber nein, auch das wäre zu naheliegend und einfach zu einfach, sich dem eigentlichen Kunden zu präsentieren und ihn für sein neues Produkt zu gewinnen. Man fährt lieber sich selbst spazieren und feiert sich selbst, statt das eigentliche Ziel, den zahlenden Kunden, in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für jeden Produktmanager, eigentlich...

Die Verbindung gibt es bereits seit Fplw. im Dez. letzten Jahres.
Mir wäre auch neu das man z.B. bei der Umstellung des IC Zugpaares 208/209 auf ICE eine Riesenparty gemacht hat. Wozu also der Aufwand dann für die (nicht neue) IC-Linie Dresden-Rostock? Abgesehen davon ging das jetzt oft genug durch die Presse, da muß man nicht solche Schnäppchenjäger wie hier noch bedienen, die Tickets sind eh schon zu billig.


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