vmax wird ja hoch sein, nur vdurch eben nicht (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 08.12.2019, 19:00 (vor 2379 Tagen) @ Oscar (NL)

Deine Freude über die zusätzlichen Kapazitäten kann ich nicht nachvollziehen. So wie ich deutsche Bahnpolitik kenne, wird man die SFS auch dieses Mal nicht in den Hbf führen, sondern im Bf Waldhof verenden lassen. Die Züge werden anschliessend doch wieder auf die Riedbahn wechseln müssen und dort Kapazitäten belegen. Die Konflikte zwischen Fern- und Regionalverkehr werden folglich bestehen bleiben.

flierfy:

Bei dieser Trassenfindung fiel die grossräumige Bedeutung der neuzubauenden Strecken komplett hinter runter. Statt schneller Verbindungen quer durchs Land wird es einen absurden Tunnel durchs Flachland geben. Damit werden die Kosten der Strecke auf nicht rechtfertigbares Niveau steigen, während der Nutzen stark eingeschränkt bleibt.


Als ICE-Fan hätte ich mir auch eine Art Turmbahnhof "Rhein-Neckar ICE" gewünscht. Korrespondenz Köln/Frankfurt-München/Basel dann dort und nicht mehr in Mannheim Hbf. Mannheim und Heidelberg ereicht man ab dort mit dem IC (bedient nach wie vor M Hbf und HD Hbf), S-Bahn oder Trambahn.

Ein neuer Bahnhof am Rande der Stadt oder gar ausserhalb ist keine vorteilhafte Lösung, weder in Mannheim, noch sonst irgendwo. Eine SFS an der Stadt vorbei mit einer Ausschleifung zum Hbf ist die richtige Lösung. Damit liesse sich die Stadt mit ihrem Hbf anbinden, als auch schnell dran vorbei fahren.

Offenbar ist Mannheim zu wichtig um zu umgehen, zumindest wichtiger als Breda bei uns. Bei uns umfährt der Thalys ja auch nicht Rotterdam.
Gut, Rotterdam hat dann auch zweimal soviele Einwohner als Mannheim, aber LU+MA+HD zusammen haben in etwa die Einwohnerzahl von Rotterdam. Gut, bei Rotterdam sollte man auch Delft, Den Haag und Leiden dazurechnen, weil man von diesen Städten via Rotterdam den Thalys erreicht.

Was Mannheim auch wichtiger macht: der ICE so wie er ist muss teilweise auch die Fahrgäste anliefern. Bei uns ist Leiden-Den Haag-Delft-Rotterdam die Aufgabe des "IC", der dort in 15-Minutentakt verkehrt. Ist dafür auch besser geeignet als der Thalys (für mich in etwa ein ICE so wie er sein sollte).
Würde zwischen Mannheim-Heidelberg halbstündlich ein IC verkehren (kommend aus Saarbrücken, Koblenz/Wiesbaden linksrheinisch, oder Frankfurt via Riedbahn, weiter nach Stuttgart oder Basel), dann könnte man in MA und/oder HD nach wie vor (neue) IC-Korrespondenzen schaffen und in "Rhein-Neckar ICE" der aktuelle ICE-Korrespondenz von MA Hbf.

Andererseits: Lille ist noch etwas grösser (vor allem wenn man Lens, Arras, Roubaix usw. dazudenkt) und wird vom Thalys komplett ausgelassen. Gut, Lille hat eigene eurostars nach London, eigene ICs nach Brüssel und eigene TGVs nach Paris.
Ich bin mir nicht sicher ob eigene ICEs für Rhein-Neckar die Lösung des Problems sind. In Deutschland ist nunmal mehr IC-Verkehr als in Frankreich (dort vor allem von/nach Paris+Banlieue).

Die Frage nach einer Umgehungsstrecke hängt nicht von der Bedeutung und Grösse der zu umgehenden Stadt ab, sondern davon, ob sich genug Züge füllen lassen, die sinnvollerweise an der Stadt vorbeifahren. Im Falle Mannheims gibt es mehr als genug Transit-Verkehrs, in Rotterdam eher weniger. Das hat sehr viel damit zu tun, dass sich Rotterdem am Rand einer Landmasse befindet, während Mannheim mittendrin liegt.


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