ICE-Treff-Fazit: VDE8 mit 200 km/h Fahrplan (Reiseberichte)

ice-t-411, Dienstag, 19.12.2017, 22:40 (vor 3014 Tagen) @ agw

Das meine ich ja auch damit. Die Strecken sind nur vernünftig befahrbar, wenn man Spezialzüge mit sehr hoher Leistung und anderem bestellt. So wird man nie vom 99%-Monopol wegkommen.
Die Anzahl der HVG-Züge in Europa mit übermäßig viel Leistung, die nicht von der Staatsbahn bestellt wurden, kann man ja an ein paar Händen abzählen (nur ntv?).

In Deutschland gab es die letzten 25 Jahre ja nicht mal ein Nicht-Staatsbahn-Unternehmen, was überhaupt irgendeinen HGV-Zug für Deutschland beschafft hätte. Und vermutlich wird das die nächsten 25 Jahre auch so bleiben.

Hochgeschwindigkeitszüge sind aber immer Spezialzüge, selbst auf einer SFS Hannover-Würzburg bzw. Nürnberg-Ingolstadt braucht man für 250 km/h oder mehr viel Leistung. Hier arbeitet vor allem im Tunnel der Luftwiderstand einfach gegen dich.

Trotzdem könnte man die Strecke auch problemlos mit einem Railjet befahren, aber halt auch nur mit 230 km/h bei 6,4MW - aber ob der jetzt weniger speziell sei dahingestellt. So eine Lok kannst du auf jeden Fall überall mieten.

HGV ist immer teuer in der Anschaffung und braucht viel Kapital, ähnlich wie beim Flugverkehr. Der einzige Unterschied ist aktuell (noch...) das Züge nicht so universell einsetzbar sind. Aber das legt sich auch gerade, siehe TGV in Deutschland, Velara E bzw. UK usw.

Gruß
Johannes

P.S.: Übrigens kann man grundsätzlich auch anzweifeln, ob Wettbewerb in einem Taktsystem überhaupt notwendig ist - in Frankreich oder der Schweiz wird darüber gar nicht diskutiert.

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Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

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