+1 (Reiseberichte)

agw, NRW, Dienstag, 19.12.2017, 10:44 (vor 3014 Tagen) @ ICE-TD

Das Ding hat Methode. Schon die KRM ist so angelegt, daß nur ICE-3 diese Strecke befahren können. Was für eine gigantische Verschwendung! Aber optimal, um die Konkurrenz wirksam abzuschrecken. Ich weiß, daß es jetzt einige gibt, die aufjaulen werden und sagen, die Streckenführung wäre anders nicht gegangen. Ich jedenfalls glaube das nicht und unterstelle der DB Absicht, die Streckenführung auch unter dem Wettbewerbsaspekt bewußt so gewählt zu haben.


Wie oft kommt dieser Schwachsinn eigentlich noch? Die KRM so zu bauen wie sie jetzt ist war eine politische Entscheidung in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts und da gab es noch keine Bahnprivatisierung. Auch der Trassenverlauf der VDE8 war eine politische Entscheidung.

Richtig. Macht die Sache aber keinen deut besser.
Die Politik lügt sich einen in die Tasche, die DB kriegt es nicht hin, genügend passende Fahrzeuge zu beschaffen.

Allerdings würde ich bei den Rahmenbedingungen einer neuen Strecke auch nicht sagen, dass die DB keinen Einfluss darauf hätte.

Die DB bezahlt auch Millionen für Lobbyarbeit. Zumindest die Regierung und der Bundestag sollten der DB also aus der Hand fressen. Sonst sollte man sich diese Millionen vielleicht sparen.

Tatsache im FV bleibt: Jede neuer Streckenabschnitt braucht neue Spezialzüge, um die Strecke voll auszunutzen. Die speziellen Fähigkeiten der Spezialzüge hingegen sind dann auf anderen Streckenabschnitten total nutzlos oder kosten unnötig Geld. Irgendwann merkt man dann wieder, dass man mit dem Zugbedarf total verplant hat und das große Getausche geht los. Am Ende fährt kaum noch ein Zug entsprechend der Streckenfähigkeit oder es werden unnötig Zugläufe gebrochen, um wenigstens abschnittsweise mit dem passenden Material zu fahren.
Gerne lässt man auch die Spezialfähigkeiten einer Strecke verfallen, aus welchen Gründen auch immer.
Das macht die DB (und die DB) schon seit 30 Jahren so. Gelernt hat man anscheinend nichts. In Diskussionen wird das ganze aber von DB-Fans immer schöngeredet, dass das alles so sein muss und auch schon immer so geplant war und auch im perfekten Universum ganz genauso wäre.

Beispiele:
-Ein 160er IC als Ersatz für den 200er IC auf der 200er Strecke.
-Der 230er Neigetechnik-Zug fährt schnurgeradeaus auf der 300er Strecke.
-Ältere HGV-Züge erreichen nicht annähernd ihre vmax, weil die 250er/300er Strecke zu steil ist.
-neue HGV-Züge könnten auf alten HGV-Strecken ihre vmax ausfahren, haben aber nicht die richtigen Bremsen für optimalen Betrieb.
-200er Streckenabschnitte können nur noch mit 160 befahren werden.
-Neigetechnikabschnitte werden nicht mehr bogenschnell befahren.
usw.


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